Ogier nach Tag eins in Pol(o)e-Position

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Sebastien Ogier beendet die erste Marathon-Etappe der Rallye Italia Sardegna mit einem Vorsprung von 46,6 Sekunden.

Der VW-Polo-R-Pilot übernahm auf der ersten Wertungsprüfung die Führung und baute diese bis zum Ende des Vormittags-Durchlaufes auf 20 Sekunden aus. Er gewann weitere zwei Wertungsprüfungen und ließ keinen Zweifel daran, dass er als Führender in den zweiten Tag gehen würde.

"Ich kam mit der Motivation hierher, zu gewinnen, weil mein letzter Sieg bereits zwei Rallyes zurückliegt und ich dieses Gefühl wieder spüren möchte. Aber es ist erst die Hälfte des Rennens gefahren, also müssen wir den Job morgen abschließen", sagte Ogier.

Der Kampf um Platz zwei gestaltete sich spannender. Mikko Hirvonen, Mads Östberg, Thierry Neuville und Dani Sordo waren über den Großteil des Tages nur durch 20 Sekunden getrennt. Doch Hirvonen hielt den Attacken stand und brachte einen knappen Vorsprung auf Neuville ins Ziel.

In vielerlei Hinsicht war Neuvilles Performance die Fahrt des Tages. Der Belgier revolutionierte das Handling seines Ford Fiesta RS nach dem Vormittagslauf mit Veränderungen an den Bremsen. Danach schob er sich von Platz fünf auf drei vor und verringerte seinen Rückstand auf Hirvonen von 20 auf nur noch 3,1 Sekunden.

"Alles ist exzellent gelaufen, abgesehen von einem kleinen Dreher heute Morgen", sagte Neuville. "Ich hoffe wir können morgen so weitermachen. Ich wäre mit dem dritten Platz zufrieden, aber davon habe ich schon zwei Stück, also wäre der zweite Platz auch nett. Wir werden das bereden und uns einen Plan überlegen."

Sordo fiel auf den finalen beiden Stages zurück, der Spanier übernachtet mit knapp 30 Sekunden Rückstand auf Neuville. "Der Tag war ok. Es ist niemals gut, denn du willst immer mehr. Ich bin die Rallye im letzten Jahr nicht gefahren, das war ein kleiner Nachteil, aber wir werden morgen um das Podium kämpfen", so Sordo.

Der große Verlierer aus dem Quartett war Mads Östberg. Der Norweger war lange Zeit Dritter und fühlte sich auf den letzten beiden Wertungsprüfungen mit neuen Federn auf der Hinterachse wieder wohler in seinem Ford Fiesta RS. Auf der finalen Stage rollte er allerdings aus.

Östbergs Pech brachte Jari-Matti Latvala im Polo R den fünften Platz ein. Der Finne verlor bereits auf der Eröffnungs-WP zwei Minuten durch einen Reifenschaden und verbrachte den restlichen Tag damit, sich wieder zurück zu kämpfen. Dabei gelangen ihm drei WP-Siege in Serie.

Andreas Mikkelsen ist Sechster, der Norweger wurde auf WP8 von Latvala überholt. Martin Prokop belegt weitere drei Minuten dahiner Rang sieben, mehr als 90 Sekunden vor Michal Kosciuszko.

World-Rally-Car-Debütant Elfyn Evans liegt an neunter Stelle, der Youngster baut immer mehr Selbstvertrauen auf, je länger der Tag andauert. Abgeschlossen werden die Top-10 von WRC-2-Leader Robert Kubica.

Evgeny Novikov und Ilka Minor mussten auf WP2 nach einem heftigen Überschlag aufgeben und wird nicht mehr an den Start gehen. Beide blieben glücklicherweise unverletzt. P-G Andersson musste den Tag auf WP6 ebenfalls beenden, er hatte mit einer gebrochenen Antriebswelle zu kämpfen.

Kubica hält in der WRC-2-Kategorie einen komfortablen Vorsprung von 1:11,8 Minuten. Der Pole gewann in seinem Citroen DS3 RRC sechs von acht Wertungsprüfungen.

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