Sordo begräbt die Hoffnung auf seinen ersten Sieg

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Sebastien Ogier beendet den zweiten Tag der Rallye Portugal mit einem komfortablen Vorsprung von 34,8 Sekunden auf seinen VW-Teamkollegen Jari-Matti Latvala.

Die Polo-R-Piloten dominierten diese längste Etappe des vierten Laufs in der WRC-Weltmeisterschaft. Latvala gewann die ersten beiden Sonderprüfungen des Tages, ehe Ogier sich die restlichen vier sicherte.

Ogier erholt sich langsam

Höhere Temperaturen und felsige Schotterpisten in den Bergen über der Algarve machten den Fahrern das Leben schwer. Schlimm wurde es am Nachmittag, als die Prüfungen vom Vormittag wiederholt wurden und es galt, richtig mit den Reifen hauszuhalten.

Ogier war weiterhin von einem Virus gehandicapt, der ihm bereits seit zwei Wochen zu schaffen macht. "Am Nachmittag fing es an, etwas besser zu werden", sagte er. "Ich denke, ich habe meine Reifen mehr geschont als andere. Es war ein guter Tag, aber morgen stehen zwei lange Stages auf dem Programm. Das wird auch wieder hart."

Sordo verabschiedet sich

Ogiers erster Verfolger war gestern noch Dani Sordo, doch der Spanier schied auf der Eröffnungsprüfung aus. "Ich habe eine Streckennotiz missverstanden. Nach einer kleinen Kuppe rutschte das Auto weit nach außen. Am Ende der Kurve war ein kleiner Baum, den haben wir mit dem rechten Hinterrad getroffen, das daraufhin gebrochen ist."

Latvala setzte sich somit an den zweiten Platz und der Finne kommt mit dem Polo R zum ersten Mal in dieser Saison gut zurecht. "Es ist der erste Tag in diesem Jahr, an dem ich lachen kann", gestand der Finne, dessen einziges Problem ein kleiner Reifenschaden am Ende der letzten SP war.

Mikko Hirvonen im Citroen DS3 komplettiert das Podest, sein Rückstand auf Ogier beträgt 1:08,5 Minuten. "Es war hart und so heiß, dass die Reifen an diesem Nachmittag am Limit waren. Ich habe für mogen keine neuen Reifen mehr, dass wird mich bremsen", so der Finne.

Novikov und Minor auf Rang vier

Thierry Neuville ging hinter Hirvonen in den Samstag, er musste seinen Ford Fiesta RS allerdings - wie Sordo - auf der ersten SP abstellen. Der Belgier traf einen Stein und beschädigte seine Radaufhängung.

Durch Neuvilles Ausfall übernahm Evgeny Novikov mit Co-Pilotin Ilka Minor Position vier. Mit 4:23,9 Minuten Rückstand liegt der Russe aber bereits weit hinter der Spitze. Er hatte am Nachmittag Aufhängugsprobleme und war frustriert, dass er die Pace seiner Vordermänner nicht mitgehen konnte.

Nasser Al-Attiyah hatte als Fünfter einen problemlosen Tag. Nach vorne fehlen ihm fast zwei Minuten auf Novikov, nach hinten hat er einen Puffer von einer Minute auf Mikkelsen.

Siebter ist Dennis Kuipers (Ford Fiesta RS), gefolgt von WRC-2-Pilot Esapekka Lappi (Skoda Fabia S2000), Khalid Al Qassimi (Citroen DS3) und Martin Prokop im Fiesta RS.


Ein gebrochener Hinterradantrieb war verantwortlich für Prokops Rückfall von Platz sieben. Michal Kosciuszko fiel aus den Top-10. Er verlor elf Minuten, als sein MINI JCW mit Elektronik-Problemen auf der vorletzten SP stehenblieb.

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