Alle Neune! Loeb vor 74. WM-Sieg

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Loeb steuert seinem 9. Sieg in Deutschland entgegen

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Rallye-Champion Sebastien Loeb lässt "in seinem Wohnzimmer" nichts anbrennen und deklassiert die Konkurrenz beim neunten von 13 WM-Läufen.

Der Weltmeister steuert einem Start-Ziel-Sieg und bei der zehnten Auflage der Rallye rund um Trier seinem bereits neunten Erfolg entgegen.

Loeb übersteht Regen und "Panzerplatte"

Der Franzose legt den Grundstein zu seinem möglichen 74. WM-Sieg mit einer fantastischen Bestzeit in der ersten Prüfung am Samstagmorgen. Bei heftigem Regen lässt Loeb die Gegner alt aussehen und sichert sich an der Spitze einen ordentlichen Polster.

In der Folge sorgt die Königs-Prüfung "Panzerplatte" für viel Turbulenz und bittere Ausfälle.

Viele "Verwundete" am Truppen-Übungsplatz

Die 46,5 km lange Prüfung auf dem Truppen-Übungsplatz Baumholder wird wie alle Jahre wieder zum Scharfrichter für viele Fahrer. Bei der ersten Durchfahrt knallt Petter Solberg mit dem Heck des Fords an einen der berüchtigten Hinkelsteine und verliert das rechte Hinterrad. Der Belgier Thierry Neuville rutscht von der Strecke, Dani Sordo verliert durch einen Reifenschaden viel Zeit. Damit sind die drei ärgsten Verfolger von Loeb aus dem Rennen.

Holländer blockiert die Strecke

Auch am Nachmittag stranden einige Piloten auf der "Panzerplatte". Dani Sordo beschädigt sein Mini WRC an der Front und verliert anschließend das Kühlwasser, was endgültig das Ende für den Spanier bedeutet. Der Este Ott Tänak reißt sich am Ford Fiesta ein Hinterrad ab, und nachdem Peter van Merksteijn jr. seinen Citroën DS3 aufs Dach rollt und die Strecke blockiert, werden die nachfolgenden Fahrer aufgehalten. Die Prüfung muss daraufhin unterbrochen werden. 

Finnen auf Podestkurs

An der Spitze ändert sich trotz des turbulenten zweiten Tages nicht. Sebastien Loeb kontrolliert das Geschehen nach Belieben und beendet die zweite Etappe mit einem Vorsprung von 1:42,9 Minuten. "Es schaut gut aus für morgen", zeigt sich Loeb zufrieden.

Hinter dem Franzosen ist Jari-Matti Latvala Zweiter. Der Versuch des Finnen, auf dem zweiten Panzerplatten-Durchfahrt die Bestzeit zu setzen, missling. "Diese Prüfung war sehr wichtig. Die Reifen sind sehr heiß gelaufen, deshalb musste ich ein bisschen auf Sicherheit gehen und ärgere mich über mich selbst", erklärt Latvala, der 29,8 Sekunden vor seinem ehemaligen finnischen Teamkollegen Mikko Hirvonen liegt.

Der Citroën-Pilot ist froh, dass er am Nachmittag das Tempo steigern kann und in die Top 3 nach vorne fährt. "Es war ein guter Nachmittag, ich habe meinen Rhythmus gefunden", meint Hirvonen.

Östberg und Atkinson "erben" Spitzenplätze

Durch die vielen Ausfälle des Tages spült es den Norweger Mads Östberg auf Platz vier nach vorne und der Australier Chris Atkinson ist neuer Fünfter. "Damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet", gibt sich der neue Mini-Pilot im Ziel überrascht. 

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