Nach Citoen-Stallorder "erbt" Ogier doch noch Führung

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"Es gibt doch noch Gerechtigkeit! Das ist gut so."

Sebastien Ogier vermeidet im Ziel der letzten Prüfung des zweiten Tages der Rallye Deutschland zwar jeglichen Gefühlsausbruch, aber eine innerliche Genugtuung ist dem jungen Franzosen deutlich anzumerken. Kurz zuvor hat er vom Pech seines Teamkollegen erfahren - Weltmeister Sebastien Loeb, der in Deutschland zuletzt acht Mal in Serie gewonnen hat, muss wegen eines Reifenschadens die Führung abgeben.

"Patschn" kostet 1:15 Minuten

Sebastien Loeb büßt durch einen Patschn auf der über 34 km langen Prüfung "Panzerplatte" über 1:15 Minuten ein und rutscht auf Rang zwei zurück.

Ogier lacht von der Spitze, obwohl die Citroën-Teamleitung in der Mittagspause eine klare Teamorder ausgespricht und dem jüngeren Ogier jeden Angriff auf den älteren Loeb verbietet.

"Ich will meine Führung nicht feiern. Ich kann nicht glücklich sein, wenn mein Teamkollege ein Problem hat", zeigt Ogier Mitleid mit dem Weltmeister.

Loeb hadert mit dem Schicksal. "Ich weiß nicht, wie es passiert ist. Auf einer Geraden lagen viele Steine, aber wir haben es langsam angehen lassen", meint der 37-Jährige.

Teamorder sorgt für angespannte Stimmung

Die Spannung im Citroën-Team ist das bestimmende Thema der zweiten Etappe. Fast geht dadurch die starke Leistung von Dani Sordo unter, der beim Asphalt-Debüt des Mini WRC auf Platz drei nach vorne fährt und sich gegen Mikko Hirvonen im Ford Fiesta WRC behauptet.

Sordo vom Mini WRC begeistert

"Ich glaube, wir können sogar noch besser sein. Aber ich bin sehr sehr zufrieden mit dem Auto uns unserem Team", ist dem Spanier die Freude über den 3. zwischenrang anzumerken. Hirvonen erkannt neidlos an: "Ich versuche ihn anzugreifen, aber Dani ist gut unterwegs. Mal sehen was morgen noch geht."

Vier Reifenschäden nerven Petter Solberg

Zum Thema Reifenschäden kann Petter Solberg jede Menge beitragen. Vier kaputte Reifen handelt sich der Norweger im Tagesverlauf ein und liegt mit 3:42 Minuten Rückstand abgeschlagen auf Platz 6 hinter Kris Meeke im zweiten Werks-Mini.

Auch Dennis Kuipers, der lange Zeit auf dem starken siebten Platz rangiert, übersteht den zweiten Durchgang über die berüchtigte Panzerplatte nicht ohne Reifenschaden. Der Ford-Pilot musst den Schaden auf der Prüfung beheben und fliegt aus den Top 10.

Ex-F1-Champ auf Platz sieben

Durch das dem Pech von Kuiper rutscht Kimi Räikkönen (Citroën) auf den siebten Rang nach vorne. Hinter ihm belegen Henning Solberg (Ford), Armindo Araujo (Mini) und Peter van Merksteijn jr. (Citroën) die weiteren Punkteplätze.

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