Kein Glück für Kubica und Östberg

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Volkswagens Sebastien Ogier hält am Ende eines spannenden ersten Tages in Portugal einen knappen Vorsrprung von 4,4 Sekunden gegenüber Dani Sordo.

Der Freitag hielt für die Piloten vier Schotter-Prüfungen an der Algarve und eine spektakuläre Straßen-Super-Special in Lissabon bereit - und das alles ohne jegliche Service-Pause.

Ogier übernahm im VW Polo R WRC auf der ersten Sonderprüfung die Führung. Er war der einzige WRC-Pilot auf einem kompletten Set weicher Michelin-Reifen, die vor allem für kühlere, leicht feuchte Bedingungen geeignet sind.

Östberg begräbt seine Sieg-Chancen

Auf der nächsten SP änderten sich die Dinge schnell, als die Temperaturen stiegen und die Strecke auftrocknete. Mads Östberg nutzte die Verhältnisse aus und stürmte mit harten Reifen an seinem Ford Fiesta RS an die Spitze.

Aber Östbergs Freude über die Leader-Position währte nicht lange. Auf SP3 baute er einen Unfall, nachdem er eine Streckennotiz falsch verstanden hatte, überschlug sich und musste aufgeben.

Östbergs Missgeschick hievte Ogier zurück an Platz eins und verhalf Citroen-DS3-Pilot Dani Sordo - ebenfalls auf harten Reifen - zum zweiten Rang.

Aufwärtstrend bei Sordo

Nach Schwierigkeiten mit dem Chassis-Setup in Mexiko, brachten Veränderungen an der Radaufhängung den Spanier wieder zurück in die Erfolgsspur. Er absolvierte die Wiederholungen beider Schotter-Prüfungen als Schnellster und rückte immer näher an Ogier heran.

Jari-Matti Latvala liegt an dritter Stelle, 11,4 Sekunden hinger seinem VW-Teamkollegen Ogier. Der Finne kommt nach einer frustrierenden Rallye in Mexiko nun besser mit dem Handling des Polo zurecht.

Vierter ist Mikko Hirvonen, sein Rückstand beträgt 16,2 Sekunden. Er fand die Federung seines Citroen DS3 zu steif, ohne Service-Pause musste er sich aber den gesamten Tag damit abfinden.

Novikov und Minor auf Platz sechs

Thierry Neuville war ebenfalls handlungsunfähig bezüglich des Setups an seinem Ford Fiesta RS. Der Belgier beendete den Tag an fünfter Stelle, 14,5 Sekunden hinter Hirvonen.

Eine Lücke von 46 Sekunden tut sich hinter den Top-5 auf, ehe Evgeny Novikov mit Co-Pilotin Ilka Minor als Sechster folgt. Eine weitere Minute dahinter liegt Nasser Al-Attiyah an Position sieben.

Kein Glück für Kubica beim Debüt

Robert Kubica fand sich bei seinem WRC-2-Debüt schnell ein und fuhr die viertschnellste Zeit auf der Eröffnungsprüfung. Danach bangte der Pole allerdings ein wenig um den Verbleib in der Rallye, als ein Ast seinen Kühler beschädigte und er die SP mit Wasseraustritt aus dem Motor beenden musste.

Auf der folgenden Überführungsstrecke dichteten Kubica und Co-Pilot Maciek Baran den leckenden Kühler ab und füllten ihn mit Wasser aus ihren Trinkflaschen auf.

Zudem beschädigte Kubica auf derselben SP auch seinen rechten Vorderreifen. Zwei weitere Reifenschäden später musste er seinen Citroen nach den ersten 50 von 206 Kilometern in Richtung Lissabon an einer Raststätte parken und aufgeben.

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