VW verpflichtet Sebastien Ogier

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Volkswagen hat auf seinem Weg in die Rallye-WM den ersten Werkspiloten gefunden: Sebastien Ogier unterschreibt einen Dreijahres-Vertrag bei den Wolfsburgern.

Der Franzose beendet damit die Spekulationen um seine Zukunft. Nach seinem Aus bei Citroen, war er auch mit Ford in Verbindung gebracht worden.

Allerdings wird sich Ogier im nächsten Jahr in Geduld üben müssen: Der WRC-Einstieg erfolgt erst 2013, nächste Saison wird der Franzose nur einen Skoda Fabia der schwächeren S2000-Klasse pilotieren können.

Ab 2013 um die WM kämpfen

Für Ogier zählt aber in erster Linie die Perspektive: "Ich bin sicher, dass sie mit dem Ziel antreten, in der Rallye-WM den Titel zu holen. Und ich freue mich, von Beginn an dabei zu sein."

Um diesen WM-Titel durfte er in der abgelaufenen Saison nicht kämpfen. Vor den letzten beiden Rallyes pfiff Citroen den aufmüpfigen 27-Jährigen zurück und stellte klar, dass Sebastien Loeb den Titel holen solle.

Für Ogier, der zu diesem Zeitpunkt mehr Saisonsiege als Loeb auf dem Konto hatte, ein Schlag ins Gesicht, der letztlich seinen Abgang bei Citroen beschleunigte.

Wechsel zu Ford war keine Option

"Wir sind stolz, dass sich ein so erfolgreiches und schnelles Duo wie Sébastien Ogier und sein Beifahrer Julien Ingrassia für Volkswagen entschieden hat. Es wird unser Team noch mehr antreiben, beiden möglichst schnell einen konkurrenzfähigen Polo R WRC bieten zu können", freut sich Motorsportdirektor Kris Nissen.

Wie sich nun herausstellt, war der Wechsel zu Ford nie wirklich eine Option. "Ich war gar nicht in der Position ihm ein Angebot zu machen", sagte Fords Teamchef Malcolm Wilson vor kurzem.

Bei Citroens Erzrivalen brodelt es nämlich unter der Oberfläche. Die US-Amerikaner sollen derzeit über einen mittelfristigen Ausstieg nachdenken und für 2012 drastische Kürzungen der Werksunterstützungin Erwägung ziehen.

Fords WRC-Zukunft ungewiss

Ist Ford künftig nur noch ein Semi-Werks-Team? Verließ Mikko Hirvonen deswegen das "sinkende Schiff" in Richtung Citroen?

"Wir diskutieren weiterhin und schauen uns eine Menge verschiedener Aspekte an. Hoffentlich haben wir in nicht allzu ferner Zukunft eine Entscheidung", sagt Wilson.

Der ausbleibende Erfolg dürfte Wasser auf den Mühlen der Kritiker innerhalb Fords sein: Mehr als zwei Konstrukteurs-Titel hat man in der jüngeren Vergangenheit nicht zu Buche stehen. Die Fahrer-WM holte man zuletzt 1981.

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