Loeb: "Anspruchsvollste 'Monte' meiner Karriere"

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Ein alter Bekannter und eine ganz persönliche Premiere bestimmten den Rallye-Auftakt beim Klassiker in Monte Carlo.

Während an der Spitze Sebastien Loeb erneut seine Klasse unter Beweis stellte, rutschte Ilka Minor an einem Podestplatz vorbei.

Für die 37-Jährige war der Auftakt ins Jahr 2013 dennoch eine große Premiere. Erstmals ging Minor als Werkscopilotin mit Fahrer Evegny Novikov an den Start.

Bestzeiten überraschen Minor

Und beinahe wäre es auch ein Auftakt nach Maß geworden.

Nach einem soliden Beginn am ersten Tag, fuhr das Duo im Ford Fiesta von Qatar M-Sport am Donnerstag bei den Sonderprüfungen sechs und sieben die absolute Bestzeit.

Minor überraschten die Topzeiten sehr. "Man hat das Gefühl, dass er ganz ruhig fährt. Wohl aber sehen wir es an den Split-Zeiten aus den Teilbereichen der Sonderprüfung, die wir im Cockpit angezeigt bekommen. Die konnten wir gar nicht glauben."

Erbitterter Kampf um Platz drei

Tags darauf sollte es für den Russen und die Österreicherin noch besser kommen. Mit der zweitschnellsten Zeit in der zwölften Sonderprüfung schoben sich Novikov-Minor an Daniel Sordo vorbei auf Platz drei.

Während die restlichen Positionen gesetzt waren, lieferte man sich bis zum Ende des Tages ein erbittertes Duell mit dem Spanier und lag letztlich noch 1,7 Sekunden vorne.

Doch dann kam Tag vier. Wetter-Kapriolen erschwerten die Bedingungen unheimlich. Regen machte den Schnee zu einer glatten Schmierschicht. Selbst Serien-Weltmeister Loeb sprach nach Abschnitt 14 von der schwierigsten Sonderprüfung seiner Karriere.

Aus auf spiegelglatter Fahrbahn

An Geschwindigkeiten von über 30 km/h war nicht zu denken, jeder Fahrer versuchte nur, irgendwie auf der Strecke zu bleiben.

Das Missgeschick ließ aber nicht lange auf sich warten.

"Es war die erste Schneekurve dieser Prüfung. Am Kurveneingang hatten wir noch guten Grip, doch in der Mitte der Kurve kamen wir mit einem Rad in den Matsch. Das Auto drehte sich blitzartig und schlug in die Mauer ein, wobei ein Rad ausgerissen wurde", erzählt Minor.

Es war das Ende eines verheißungsvollen WM-Auftakts.

Minor nimmt Positives mit

Trotz anfänglichen Ärgers überwiegt jedoch das Positive: "Evgeny hat eine unglaubliche Pace gezeigt und wir fuhren an der Weltspitze mit. Das stimmt mich für den Rest der Saison sehr optimistisch", so Minor.

Freude und Wehmut mischten sich auch bei Sieger Sebastien Loeb.

Letzter Auftritt von Loeb in Monte Carlo?

Der Franzose begeisterte die Fans und sein Team, dennoch könnte es der letzte Auftritt des Ausnahmefahres bei diesem Klassiker gewesen sein.

Eine erneute Rückkehr wollte er aber nicht ausschließen.

"Es ist ein schönes Gefühl, diese Monte gewonnen zu haben, sie war die anspruchsvollste, die ich je gefahren bin. Aber jetzt habe ich neue Projekte", verkündet der 38-Jährige nach dem Rennen.

Loeb will weiter nur an ausgewählten WM-Läufen teilnehmen. In drei Wochen in Schweden ist er erneut am Start.

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