Monte weiter auf Eis und Schnee

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Novikov/Minor geigen dank ihrer "Eis-Spione" auf

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Loeb verwaltet seinen Vorsprung, VW-Pilot Ogier sichert sich wie am Mittwoch die erste Bestzeit des Tages, doch dann schlägt die Stunde des Russen Novikov mit seiner österreichischen Beifahrerin Ilka Minor.

Typische "Monte"-Bedingungen

Der zweite Tag der Rallye Monte Carlo begrüßt die Piloten mit Eis, Schnee und frostigen Temperaturen. Am wenigsten können die äußeren Bedingungen aber wie bereits am Vortag Sebastien Loeb anhaben.

Der Citroen-Pilot kann am Vormittag zwar keine Prüfung für sich entscheiden, dennoch bleibt sein Vorsprung von 1:17,9 Minuten auf Sebastien Ogier nahezu konstant.

Loeb: "Es ist eher stressig als genussvoll!"

Viel Spaß bereitet dem neunfachen Weltmeister der Auftakt in den zweiten Tag allerdings nicht. "Es war eine schnelle Prüfung, aber auch sehr rutschig. Es gab auf der Straße kaum Grip, dafür aber eine Menge Schnee. Es war eher stressig als genussvoll", macht Loeb keinen Hehl aus seiner Gefühlslage.

Auf der finalen Prüfung des Vormittags muss er sich erneut Ogier geschlagen geben und bezeichnete seine Fahrt als etwas zu vorsichtig.

Ogier legte zu Beginn des Tages gleich wieder mit einer Bestzeit los und nimmt Loeb auf Labatie D'Andaure 5,4 Sekunden ab. Nur eine Prüfung später schlägt der Altmeister aber zurück und baut seinen Vorsprung wieder um vier Sekunden aus. Vor dem Service nimmt ihm Ogier zwar wieder etwas Zeit ab, doch viel Boden kann der zweitplatzierte Volkswagen-Pilot nicht gutmachen.

Novikov profitiert von Startposition und Eis-Spionen

Hinter den beiden Franzosen spitzt sich das Duell um Rang drei weiter zu. Daniel Sordo kann seinen dritten Rang gegen Mikko Hirvonen wieder zurückgewinnen, doch durch seine Bestzeiten auf SP 6 und 7 mischt auch M-Sport-Pilot Evgeny Novikov im Geschehen mit. Dem Russen fehlen lediglich 7,6 Sekunden auf den ersehnten Podestplatz. Hirvonen muss sich zunächst mit Platz fünf begnügen.

Der junge Russe bekommt von seinen Vorderleuten eine vom losen Schnee befreite Strecke serviert und bedankt sich mit Top-Zeiten.

"Das war kein schlechter Start in den Tag", freut sich Novikov. Der Ford-Pilot weiß, bei wem er sich weiters bedanken muss: "Ich habe vielleicht die besten Eisspione der Welt. Mein Aufschrieb ist perfekt!" Monte-Spezialist Francois Delecour und sein erfahrener Co Denis Giraudet werden das Lob ihres jungen Chefs gerne gehört haben. Ilka Minor wiederum hat bei der Vorbereitung des "Gebetsbuchs" ganze Arbeit geleistet.

Latvala versteht seinen VW-Boliden nicht

Zugute kommt Novikov ein erneuter Patzer von VW-Pilot Jari-Matti Latvala. Der Finne verliert auf SP 5 31,8 Sekunden auf die Spitze, weil er den Polo R WRC bei den schneereichen Bedingungen nicht versteht. "Ich bekomme kein Gefühl und komme auf dem Schnee nicht gut zurecht - das ist nicht gut", ärgert sich Latvala. Dem ehemaligen Ford-Piloten fehlen als Sechster bereits 2:54,8 Minuten auf Loeb, wenngleich er vor dem Service etwas positiver gestimmt ist . "Letztlich kann ich sagen, dass ich nun etwas das Gefühl gefunden habe und etwas Selbstvertrauen für das Auto bei diesen Bedingungen entwickelt habe."

Östberg findet den Rhythmus

Mit zwei Zeiten unter den Top-3 ist auch Mads Östberg wieder etwas mit der Rallye versöhnt, wenngleich er seine Position nicht verbessern kann und weiterhin auf dem neunten Rang hinter Bryan Bouffier liegt. "Ich bin glücklich, dass ich auf dieser Asphalt-Prüfung eine gute Zeit fahren konnte", freut sich der Norweger über Rang drei.

"Das beweist, dass die Veränderungen meiner Fahrweise auf Asphalt erste Früchte tragen." Die Top-10 werden von Martin Prokop komplettiert.

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