"Sind nicht am Start, um 5. oder 6. Plätze zu belegen"

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Die WRC nimmt ihre fünfte Station im Jahr 2013 in Angriff. Diesmal müssen sich die Fahrer und ihre Co-Piloten auf den Straßen Argentiniens beweisen. Ilka Minor steht ein weiteres Mal als Co-Pilot von Evgeny Novikov am Start. Welche Tücken in Südamerika warten, weiß die erfahrene Kärntnerin genau.

Nächster Halt: Argentinien

Argentinien, das Land der Gauchos, wie es gerne beschrieben wird. Eine selektive Schotter-Rallye mit Geschichte.

Und: Wunderschöne Landschaften, die es auch Ilka Minor angetan haben: „Ich mag es, wenn man einen so weiten Horizont vor sich hat. Da gibt es die berühmte El Condor-Sonderprüfung, da starten wir von einem Plateau, fahren den Berg hinunter. Es ist einfach schön, von diesem Plateau auf die Landschaft zu blicken. Und das ist ein recht hoher Berg – einmal flog ein kleines Privatflugzeug recht knapp über unsere Köpfe hinweg.“

Schwierige Rallye mit langen Prüfungen

Wer jetzt aber an flimmernde Hitze denkt, irrt gewaltig. Minor lacht: „Die meisten Leute vergessen, dass in Argentinien zu dieser Jahreszeit der Winter beginnt. Derzeit hat es dort rund 18 Grad – aber es kam schon öfter vor, dass es einen Schlechtwettereinbruch gab, einmal hat es in den Bergen sogar geschneit.“

Die Argentinien-Rallye ist eine der härtesten Stationen im WRC-Kalender. Es gibt Sprünge, Wasserdurchquerungen und oftmals versteckt sich der eine oder andere Felsen unter dem Schotter, ein Reifenschaden droht ständig.

„Es ist eine anspruchsvolle, keine einfache Rallye. Es gibt einige sehr lange, rund 50 Kilometer lange Sonderprüfungen – und trotzdem musst du vom Start weg voll am Anschlag fahren! Ganz sicher am ersten Tag, an dem wir gleich zweimal eine 51,88 km lange Prüfung zu bewältigen haben“, erklärt Minor.

Novikov glänzte im Vorjahr mit Top 3-Zeiten

Evgeny Novikov fuhr im Jahr 2008 seine erste Argentinien-Rallye. Im Vorjahr flog er am ersten Tag von der Piste, startete danach jedoch eine sensationelle Aufholjagd und beeindruckte Teamchef Malcolm Wilson mit einer Serie von Top 3-Zeiten.

Minor: „Ja, so ist unser Zugang. Wir wollen schnell sein! Manchmal fliegen wir ab – doch wir sind nicht am Start, um fünfte oder sechste Plätze zu belegen, wir wollen auch in Argentinien auf das Podium.“

Jetlag und Klimawechsel

Die Top 3-Zeiten aus dem Vorjahr stimmen daher zuversichtlich. Und bei der Moskauer „Rally Masters Show“ konnten Novikov und Minor in einem spannenden Duell auf alten Ford Focus WRC Markko Märtin bezwingen und einen Sieg einfahren.

Viel Zeit, um sich auf das veränderte Klima einzustellen bleibt nicht. Wie bekämpft Minor da den Jetlag? - „Gar nicht! Ich warte einfach, bis er vergeht.“

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