Loeb-Aus, Crash und Überraschungs-Leader

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Der erste Tag der Frankreich-Rallye verläuft ereignisreich und endet mit einer Überraschung.

Während sich Sebastien Loeb nach einem Ausfall wegen technischen Defekts mit null Punkten abfinden muss, sorgt Dani Sordo für ein weiteres Highlight des jungen Mini-Teams.

Der Spanier führt das Feld nach den ersten acht Sonderprüfungen an.

Motor stoppt Loeb

Aber der Reihe nach: Die Frankreich-Rallye beginnt plangemäß, die beiden Franzosen Sebastien Loeb und Sebastien Ogier geben in ihren Citroens das Tempo vor.

Auf SP 3, der längsten Wertungsprüfung des Tages, überschlagen sich aber die Ereignisse. Loeb rollt bei Kilometer 27 aus und muss zusehen, wie Konkurrent um Konkurrent vorüberfährt.

"Der Motor ging kaputt. Es gab eine Vorwarnung, die Warnlampe für den Öldruck leuchtete auf", berichtet der Titelverteidiger.

"Ich habe daraufhin über Funk nachgefragt, was zu tun wäre. Nachdem ich den Turbo abgeschaltet hatte, lief der Motor wieder, machte aber seltsame Geräusche."

Team denkt an Aufgabe

Ob Loeb die Rallye nach dem SupeRally-Reglement am Samstag nochmals aufnehmen wird, um sich am Sonntag drei WM-Punkte auf der Power-Stage sichern zu können, ist offen.

Das Team tendiert eher zur Aufgabe. "Wir können es uns nicht erlauben, in Spanien einen weiteren Motorschaden zu riskieren", so Citroen-Teamchef Sven Smeets.

Hirvonen patzt

Loebs erster Verfolger in der WM kann dessen Pech aber nicht nützen. Mikko Hirvonen verliert nach einem Fehler fiel Zeit.

"Ich bin etwas von der Straße abgekommen. Dabei muss ich Schmutz aufgesammelt haben, weil das Auto anschließend vibriert hat. Das war wirklich dumm. Ich muss nun angreifen", so der Finne, der in der WM 17 Punkte Rückstand hat.

Den ersten Tag beendet Hirvonen auf Rang sechs, noch hinter seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala.

Die Ford-Piloten spielen aber im Kampf um die Spitze keine Rolle, liegen sie doch 1:15 bzw. 1:20 Minuten hinter dem Führenden.

Sordo an der Spitze

Der heißt überraschend Dani Sordo. Der Spanier liefert sich Sebastien Ogier und Petter Solberg (beide Citroen) einen spannenden Dreikampf, den er mit einer Bestzeit auf der achten und letzten Tages-Prüfung für sich entscheidet.

Damit ist er am besten Weg zum zweiten Podestplatz für das Mini-Team. Solberg (+1,0 Sek) und Ogier (+2,8 Sek) sitzen ihm aber im Nacken.

"Ich bin wirklich überglücklich", strahlt Sordo. "Wir haben dafür so hart geabeitet und wir sind jetzt in einer guten Position. Aber es sind noch zwei Tage zu absolvieren. Vor Citroen in deren Heimat zu führen ist nett, aber es ist nur ein Tag."

Kurioser Räikkönen-Crash

Für Schlagzeilen sorgt einmal mehr Kimi Räikkönen. Der Finne scheidet nach einem Crash aus. Passiert ist der Zwischenfall allerdings nicht auf einer Sonderprüfung, sondern vor dem Start der 3. Wertungsprüfung.

Räikkönen krachte mit seinem Citroen dem vor ihm auf den Start wartenden Henning Solberg mit Co-Pilotin Ilka Minor ins Heck.

"Kurz die Konzentration verloren"

"Er hat mich hinten links getroffen. Ich habe sein Auto gesehen, wie es in der Luft war und dann im Graben verschwand", schildert Solberg auf der offiziellen Rallye-Homepage den Unfallhergang. "Er hat gesagt, meine Schuld wäre es nicht gewesen."

Minor meinte, es sei seltsam gewesen. "Ich war gerade dabei, mich anzuschnallen, als Kimi uns hinten drauf fuhr. Wahrscheinlich hat er für einen kurzen Moment seine Konzentration verloren."

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