Carlos Sainz geht im Red-Bull-Buggy an den Start

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Es ist wieder so weit. Über 8.000 Kilometer warten auf die Fahrer der Dakar 2013.

Am Samstag verlassen fast 200 Motorradfahrer, darunter auch der Salzburger KTM-Privatfahrer Ferdinand Kreidl als einziger österreichischer Teilnehmer, rund 160 Autos, 40 Quads und 75 Trucks die Rampe in Perus Hauptstadt Lima.

Peterhansel erneut Topfavorit

Die Teilnehmer kommen aus 53 Nationen. Am 19. Jänner steht in Chiles Hauptstadt Santiago nach insgesamt 14 Etappen der Sieger der 35. Rallye Dakar fest.

"Es wird ein harter Wettkampf in diesem Jahr", lautet die Prognose von Auto-Titelverteidiger Stephane Peterhansel. Neben Peru und Chile wird auch wieder Argentinien Gastgeber der fünften Südamerika-Auflage des legendären Offroad-Spektakels sein.

Nach seinem insgesamt zehnten Sieg vor zwölf Monaten startet Peterhansel auch bei der Dakar 2013 wieder als Topfavorit. Steuern wird der Franzose erneut einen Mini.

Sainz gibt im Red Bull sein Comeback

Die Hauptgegner von Peterhansel sind alte Bekannte. So ist etwa nach einem Jahr Auszeit der ehemalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz wieder am Start, der Spanier tritt neben dem 2011-Gewinner Nasser Al-Attiyah für das neue Qatar Red Bull Rallye Team in einem Buggy an.

"Druck gehört zu einem Projekt von dieser Größe dazu, aber es ist Teil meines Jobs, damit klarzukommen", betonte Sainz. "Es gibt keine Zeit zum Beobachten."

Zu den Favoriten zählt auch Robby Gordon. Nach seinem Ausschluss im vergangenen Jahr wegen eines Regelverstoßes tritt der US-Amerikaner in seinem mächtigen Hummer mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch an.

"Es ist jetzt die Zeit gekommen, daraus Kapital zu schlagen, was wir entwickelt und uns aufgebaut haben in den vergangenen sieben Jahren", betonte Gordon.

Die Peterhansel-Gegner haben diesmal zumindest den Vorteil gegenüber dem vergangenen Jahr, dass der Diesel-Mini nach einer Regeländerung nun auch mit einem Standardmotor ausgestattet sein muss.

Coma der große Abwesende

Eindeutiger als bei den Autos sieht die Lage vor dem Start bei den Motorrädern aus. Der spanische Dauerfavorit und Dreifachsieger Marc Coma kann diesmal nicht dabei sein. Eine Schulterverletzung von der Rallye Marokko im Oktober macht einen Start unmöglich.

"Wir sind enttäuscht, dass er nicht fahren kann, aber die Gesundheit und das Wohlergehen des Piloten sind das Wichtigste", sagte KTM-Teamchef Alex Doringer. Immerhin kann er sich trösten, denn Vorjahressieger Cyril Depres ist bereit für den erneuten Gesamtsieg - es wäre der bereits fünfte für den Franzosen.

Wie immer geht mit den Wünschen nach Erfolg auch die Hoffnung einher, dass es bei der gefährlichen Rallye zu keinen schlimmeren Unfällen kommt. Die Dakar forderte seit ihrer ersten Austragung 1979 rund 60 Todesopfer und bleibt damit neben allem sportlichen Reiz immer diskussionswürdig.

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