"Er musste sich übergeben und dann aufgeben"

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Die Dakar Rallye ist für Debütant Matthias Walkner auf der viertletzten Etappe wegen einer Erkrankung vorzeitig zu Ende gegangen.

Der Sensationssieger des dritten Teilstücks der legendären Offroad-Veranstaltung musste am Mittwoch auf dem Verbindungsweg zum Start der Sonderprüfung des zehnten Teilstücks von Calama (CHI) nach Cachi (ARG) wegen Magenproblemen aufgeben.

"Er musste sich mehrmals übergeben und dann leider aufgeben. Er ist gerade im Wohnmobil mit unserem Arzt unterwegs nach Salta", teilte KTM-Teammanager Alex Doringer auf Walkners Facebook-Seite mit.

Trotz Beschwerden noch gestartet

Walkner habe schon in der Früh Magenbeschwerden gehabt, sei aber trotzdem noch 300 km bis zur chilenisch-argentinischen Grenze gefahren.

Im Laufe seiner ersten Dakar waren dem früheren MX3-Weltmeister neben seinem Sieg auch noch mehrere weitere Spitzenplätze gelungen. In der Gesamtwertung war Walkner auf dem sechsten Teilstück wegen eines technischen Defektes aber aussichtslos zurückgeworfen worden.

Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens lag der KTM-Werksfahrer mit mehr als fünfeinhalb Stunden Rückstand auf seinen Markenkollegen Marc Coma (ESP) außerhalb der Top 20 der Gesamtwertung.

"Total kraftlos"

Matthias Walkner erklärte, er sei von den Strapazen der vergangenen Tage einfach zu geschwächt gewesen. "Schade, es wäre aber echt nicht mehr gegangen. Ich bin nur mehr auf dem Motorrad draufgelegen - total kraftlos, 100 Ruhepuls und Schüttelfrost. Leider hingen die Tage mit den Problemen noch nach und ich war ziemlich dehydriert", meinte der Salzburger.

Am Vortag hatte er die letzten 150 Kilometer der Etappe nach einem Sturz ohne Wasser aus dem kaputten Trinkrucksack zurücklegen müssen. KTM-Teammanager Alex Doringer zeigte sich erleichtert, dass es Walkner den Umständen entsprechend gut gehe. Er sei "verdammt stolz" darauf, was der Debütant geleistet habe.

Kontakt schwierig

Walkner wurde mit dem Medical-Van ins Ziel transportiert, das aber nicht identisch mit jenem der Autos war. Auch die Teams sind woanders untergebracht. "Da morgen die zweite Marathonetappe ist, gestaltet sich der Kontakt zum Matthias etwas schwierig. Die Fahrer haben ihr Ziel nämlich in Salta, wo auch der Matthias erstmals hin transportiert wird. Die Teams sind in der Nähe, aber woanders stationiert, da diese den aktiven Piloten keine Hilfe leisten dürfen", erläuterte KTM-Sportmanager Heinz Kinigadner.

"Leider können auch solche Erfahrungen zum Lernprozess der Dakar gehören, wir wünschen dem Matthias aber auf diesem Weg schon mal alles Gute", so der Ex-Pilot weiter.

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