Peterhansel vor Gesamtsieg

Aufmacherbild
 

Stephane Peterhansel vor Gesamtsieg

Aufmacherbild
 

Spitzenreiter Stephane Peterhansel hat im Mini die vorletzte Etappe der diesjährigen Rallye Dakar souverän gewonnen und kann sich damit bei der 33. Auflage auf seine zehnte Krönung bei der härtesten und gefährlichsten Rallye der Welt vorbereiten.

Der Franzose verwies am Samstag Giniel de Villiers um über acht Minuten auf den zweiten Rang. Der Gesamtzweite Joan Roma aus Spanien kam auf dem 275 Kilometer langen Abschnitt von Nasca nach Pisco nicht unter die ersten fünf und liegt vor der 29 Kilometer langen Final-Etappe am Sonntag mit Ziel in Lima über 40 Minuten hinter Peterhansel.

Egal, ob Motorrad oder Auto

Peterhansel steht vor seinem vierten Sieg im Auto, sechsmal gewann der 46-Jährige das Offroad-Spektakel mit dem Motorrad. Ein Sieg in Südamerika, wo die Dakar seit 2009 ausgetragen wird, fehlt ihm noch.

Auch in der Motorradwertung steht der Sieger vor dem Schaulaufen nach Lima praktisch fest. Im packenden Zweikampf der jeweils bisher dreifachen Sieger fiel die Entscheidung auf der vorletzten Etappe.

Der als Führender gestartete Spanier Marc Coma verfuhr sich in den Dünen und klagte nach der Zielankunft auch noch über Getriebeprobleme. "Ich hatte befürchtet, dass ich gar nicht mehr weitermachen könnte", sagte Coma.

Coma mit Rücken zur Wand

Der ohnehin knappe Vorsprung im Klassement von 1:35 Minuten auf seinen französischen KTM-Kollegen und schärfsten Widersacher Cyril Despres war jedoch mehr als dahin. Despres kam mit einem Vorsprung von 12:38 Minuten auf Vorjahressieger Coma ins Ziel. Vor dem Finale am Sonntag beträgt das Polster des Franzosen damit 11:03 Minuten.

"Ich bin keiner, der sich über die Probleme von Teamkollegen freut, schon gar nicht, wenn es Marc Coma ist", betonte Despres.

Angesichts der nur 29 Kilometer langen Prüfung auf dem Weg nach Lima steht Coma vor einer praktisch unlösbaren Aufgabe. Nur wenn Despres sich einen entscheidenden Fehler leistet oder sein Motorrad streikt, hat der Spanier wohl noch eine Chance.

"Ich warte immer bis zum Ende, bevor ich es genieße", sagte Despres. "Ich habe schon so vieles bei der Dakar erlebt, und heute noch mehr."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen