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Schotter-Klassiker lockt 89 Teams ins Waldviertel

Österreichs Rallye-Meisterschaft freut sich auf ein würdiges Finale.

Die intensive Vorbereitungsarbeit von Organisator Helmut Schöpf ist belohnt worden: "Obwohl die Statistik zeigt, dass bei vielen Rallyes, national oder international gesehen, die Nennungen zurückgegangen sind, bin ich mit unserem Ergebnis durchaus zufrieden."

Interesse dank Internet und TV-Paketen

Der Niederösterreicher meint weiter: "Ich habe speziell im benachbarten Ausland versucht, einige Starter für das Waldviertel zu gewinnen, was schlussendlich auch gelungen ist. Ausschlaggebend für den Erfolg waren aber auch diverse Internetkontakte und der Abschluss von speziellen TV-Paketen."

Obwohl in der heimischen Staatsmeisterschaft der Division I die Titelentscheidung zu Gunsten von Beppo Harrach (Mitsubishi Evo IX R4) bereits vorzeitig gefallen ist, verspricht die Auseinandersetzung im Waldviertel, einen echten Krimi.

Baumschlager will Harrach biegen

Der entthronte Champion Raimund Baumschlager (Skoda S2000) hat zuletzt in der Steiermark gezeigt, dass er nach wie vor sehr schnell und damit durchaus in der Lage ist, den neuen Meister auf den Schotterstrecken rund um Horn möglicherweise in die Schranken zu weisen.

Harrach wiederum möchte gerade nach seiner Disqualifikation im Vorjahr, nun auch im Waldviertel seine Vormachtstellung eindeutig unter Beweis stellen.

"Letztes Jahr bin ich im beim Finale disqualifiziert worden. Dafür möchte ich mich heuer natürlich rehabilitieren. Und das am besten mit einem Sieg. Vor allem, weil ich diese Rallye noch nie gewonnen habe. Aber schnell waren wir dort immer unterwegs", so Beppo Harrach.

Saibel vs. Stohl um Platz drei

Offen ist hingegen noch der Kampf um den dritten Meisterschaftsplatz. Hier heißen die Kontrahenten Mario Saibel (Mitsubishi Evo X R4) und Manfred Stohl mit dem Erdgas-Mitsubishi Evo IX. Kommt Saibel - so wie in Admont hinter Stohl als Vierter ins Ziel - hat er keinerlei Probleme in der Meisterschaft den dritten Gesamtrang einzufahren. Schotterspezialist Manfred Stohl hat nur dann eine Chance, wenn er gewinnt oder Zweiter wird und Saibel in Horn überhaupt keine Punkte einfährt.

Prokop gilt als Favorit

Ein Sieg von Stohl bei dessen Lieblings-Rallye ist nur schwer zu erreichen, hat doch der in der WM erprobte Tscheche Martin Prokop eine Nennung auf einem Ford Fiesta S2000 abgegeben. Gegen den Youngster, der in der SWRC derzeit an dritter Stelle liegt, wird auch für Harrach und Baumschlager kein Kraut gewachsen sein.

Starke Ungarn am Start

Aus dem Ausland kommen weiters der Ungar David Botka (Mitsubishi Evo IX), der 2010 Gesamt-Vierter wurde, der deutsche Routinier Hermann Gassner (Mitsubishi Evo X) und auch Attila Rongits (Mitsubishi Evo IX).

Die beiden italienischen S2000-Piloten Edoardo Bresolin (Peugeot 207) und Michele Piccolotto (Toyota Corolla) gelten als Schotter-Spezialisten und könnten ebenfalls für eine Überraschung sorgen.

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