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Harrach führt im Schneebergland

Der erste Tag der Schneebergland-Rallye 2011 ist absolviert, und von der Spitze lacht der, der heuer immer von dieser gelacht hat – Beppo Harrach.

38 Grad, der heißeste Tag des Jahres -  die erste Etappe des sechsten Rallye-Staatsmeisterschaftslaufs im Raum Rohr im Gebirge war allein schon zum Zuschauen eine schweißtreibende Angelegenheit.

Für die Piloten in ihren Overalls, feuerfester Unterwäsche und Handschuhen war sie schlichtweg eine Tortur.

12 Sonderprüfungen stehen noch an

Dass vor dem entscheidenden Samstag (es stehen noch 12 Sonderprüfungen mit rund 90 Kilometern an) das Führungsduo Harrach und Manfred Stohl heißt, entspricht vollends den Prognosen.

Harrach, der heuer alle fünf bisherigen Läufe gewonnen hat, konnte Stohl, der auf die langen Schotterstücke am Samstag baut, 29,7 Sekunden auf Distanz halten.

Besonders auf den Asphaltprüfungen der Haselrast baute der Quasi-Staatsmeister 2011 seine Führung kontinuierlich aus. „Mit diesem Tag kann ich durchaus zufrieden sein. Am Anfang gab es ein kleines Setup-Problem, aber das haben wir relativ rasch in den Griff bekommen. Morgen werde ich sicher nicht auf der letzten Rille fahren.“

Stohl: Auf Schotter volle Attacke

Stohl sah es nüchtern: „Ich habe den erwarteten Rückstand. Morgen auf Schotter gibt es aber volle Attacke.“

In Lauerstellung liegt Gerwald Grössing. Seinen Heimvorteil legitim nützend, übernachtet der Mitsubishi-Pilot nur 3,7 Sekunden hinter Stohl. Und ist dementsprechend zufrieden.

„Dabei könnte es sogar noch besser ausschauen. Ein Reifenschaden und ein Steher haben uns noch zurückgeworfen. Mein Ziel war immer Platz drei.“

Mehr als glücklich unter die kühlende Dusche begab sich auch Richard Lietz (Mitsubishi Evo VII), der auf dem hervorragenden Gesamtplatz vier und somit in der Division V in Front liegt.

Ein Missgeschick

Obwohl dem Niederösterreicher auf der letzten SP des Freitags ein Missgeschick passierte: „Leider hat uns da ein Patschen einiges an Zeit gekostet, aber das soll dem guten Tag für uns keinen Abbruch tun.“

Auch in der 2WD-Wertung geht es irrsinnig knapp her. Hermann Neubauer (Suzuki), der sich nur mit einem Sieg im Schneebergland noch Chancen auf den Titel ausrechnet, führt hier vor dem Gesamtleader Hannes Danzinger.

Allerdings lediglich mit 5,2 Sekunden Vorsprung auf den Ford-Fiesta-Piloten. Neubauer: „Es war irrsinnig schwierig, die Spur zu halten, aber ich habe dahingehend aus dem letzten Jahr einiges gelernt.“ Danzinger hatte Probleme mit einem gerissenen Bremsschlauch. „Man hat ihn notdürftig repariert und ich habe mich ins Ziel gerettet.“

Auf Kurs in Richtung Meisterschaftsführung liegt Damian Izdebski in der Division III. Der Pole, er liegt auf Platz 21, muss das Ziel erreichen, um Klemens Haingartner zu überholen.

einizger internationaler Beitrag bereits out

In der Diesel-Wertung, wo Michael Kogler nur noch zwei Punkte zum Meistertitel fehlen, liegt Christian Mrlik in Front.

In der Historischen Staatsmeisterschaft führt etwas überraschend Oskar Hebenstreit auf einem Ford Escort RS2000 vor dem weitaus stärkeren Porsche 911 des Meisterschafts-Leaders Karl Wagner.

Der OSK-Pokal der Historischen weist Kurt Göttlicher als ührenden des ersten Tages aus. Verfolger Dieter Bardel ist vorzeitig ausgeschieden.

Noch zwei weitere Teams sind – freilich ungewollt – bereits von der Hitze erlöst. Willi Stengg musste nach der vierten Sonderprüfung aufgeben, weil das Getriebe seines Subaru Impreza gebrochen war.

Und dem einzigen internationalen Beitrag zum Schneebergland-Abenteuer 2011, dem Russen Dmitry Biryukov, spielte die Elektrik seines Mitsubishi bereits nach zwei Runden einen Streich.

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