Offiziell: Suzuki steigt aus der MotoGP aus

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Die Suzuki Motor Corporation hat offiziell ihren Ausstieg aus der MotoGP ab 2012 bekanntgegeben.

Allerdings betonte der Hersteller, dass es nur ein vorläufiger und temporärer Rückzug aus der Königsklasse ist und man 2014 wieder einsteigen könnte.

"Dieser Rückzug dreht sich um die Umstände, die hauptsächlich durch die anhaltende Rezession in den Wirtschaftsländern entstanden sind, um die historische Aufwertung des japanischen Yen und um wiederholte Naturkatastrophen", teilte Suzuki mit.

Teamchef ist enttäuscht

Eine mögliche Rückkehr kündigte das Unternehmen für 2014 an und bis dahin wolle man eine konkurrenzfähige, neue Rennmaschine für die Klasse entwickeln.

Mit seiner Tätigkeit im Motocross-Bereich und als Unterstützer bei Rennserien mit seriennahen Motorrädern will Suzuki ebenfalls im Geschäft bleiben. An einer 1000cc-Maschine für die neue MotoGP hat Suzuki bereits gearbeitet und dürfte diese Arbeit wohl hinter den Kulissen fortsetzen.

Teamchef Paul Denning ist mit der Entschiedung des Vorstandes nicht glücklich: "Es ist enttäuschend, nicht mit diesem Entwicklungsweg weitermachen zu können und die Marke Suzuki in der MotoGP nicht weiter nach vorne bringen zu können, denn wenn es um das Marken-Image geht, gingen wir in die richtige Richtung. Suzuki wurde als sehr respektabel und als starker Mitstreiter mit gutem Potential für die Zukunft angesehen."

Seit über zehn Jahren titellos

Eine Saison ohne Suzuki-Werkseinsatz gab es zuletzt 1986. Seither gewann man zweimal die Fahrer-WM: 1993 durch Kevin Schwantz und 1999 durch Kenny Robert junior. Insgesamt hält Suzuki bei sechs WM-Titeln.

Zuletzt setzte man aber nur noch ein Motorrad, das von Alvaro Bautista pilotiert wurde, ein.

"Ohne respektlos gegenüber Alvaro in seiner erst zweiten Saison in der MotoGP sein zu wollen, aber wir hatten keinen Casey Stoner oder Jorge Lorenzo auf der Maschine und waren trotzdem nahe an der Spitze", kritisiert Denning.

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