Rossi kämpft weiter mit Problemen

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Ducati-Neuling Valentino Rossi tut sich mit seinem neuen Arbeitsgerät weiter schwer. Der Italiener konnte sich in Laguna Seca zwar steigern, kam aber nicht über einen sechsten Platz hinaus.

Das Problem ist bekannt, an der Lösungs-Möglichkeit wird jedoch noch getüfelt.

"Gefühl für die Front fehlt"

"Wir verlieren zu viel am Kurveneingang, wo ich sehr langsam bin, weil mit das Gefühl für die Front fehlt", definierte Rossi die Lage.

"Kurzfristig gesehen, müssen wir die fehlenden Zehntel auf Spies, Sic und Dovizioso gut machen. Dann schauen wir auf den Rest", so der neunfache Weltmeister.

Auch in Laguna Seca hatte Rossi mit der Front.  "Ich bin eine Runde eine mittlere 1:22er Zeit gefahren, aber dann wäre ich beinahe durch die Bodenwellen in Turn 5 zweimal über die Front gestürzt", schilderte er nach dem Rennen die Startphase.

„Konnte nicht verschnaufen“

Deshalb musste er Ben Spies früh ziehen lassen. "Danach hatte ich aber weiter ein schweres Rennen, weil Nicky weiter an mir klebte und ich konnte nicht einmal verschnaufen“, so Rossi, der mit der Situation klarerweise nicht happy ist.

„Wir wollten nicht um den sechsten Platz kämpfen. Aber wir haben im Moment ein paar Probleme, deshalb wollen wir das meiste aus den Rennen holen.“

Motor-Reglement macht Probleme

Ein weiteres Problem kündigt sich für Rossi und sein Teamkollegen Nicky Hayden von Reglement-Seite her. Denn nach zehn von 18 Saison-Rennen scheint es unvermeidbar, dass das Ducati-Duo mehr als die pro Saison erlaubten sechs Motoren einsetzen werde.

Dadurch droht beiden Ducati-Werksfahren ein Start aus der Boxengasse, wenn sie zum ersten Mal den siebten Motor verwenden - brauchten sie noch einen achten, müssten sie ein weiteres Mal aus der Boxengasse starten.

Schwierigkeiten durch Bike-Wechsel

Bislang haben Rossi und Hayden fünf ihrer Triebwerke angebraucht, das Hauptproblem ist aber, dass die Motoren, die mit der GP11 verwendet wurden, nicht auf die GP11.1 passen und dadurch unbrauchbar werden, wenn die neue Maschine im Einsatz ist - gleiches gilt auch umgekehrt.

Rossi hat damit insgesamt nur noch drei Motoren für den Rest der Saison, wobei zwei angebraucht sind und einer noch auf seinen ersten Einsatz wartet.

Eines der beiden gebrauchten Aggregate ist bereits nahe an seiner maximalen Laufzeit, nachdem es bereits drei Rennen im Einsatz war, das zweite nähert sich ebenfalls der Obergrenze.

Honda als Musterschüler

Bei Hayden gilt quasi das Gleiche, egal welche Maschine er für den Rest der Saison einsetzt. Er hat noch einen unbenutzten Motor übrig und fünf angebraucht und für den Vergleichstest der GP11.1. mit der GP11 Triebwerke beider Art verwendet.

Die Yamaha-Werksfahrer haben bislang vier Motoren im Einsatz gehabt und liegen damit im Verbrauchs-Mittelfeld. Klassen-Primus ist wieder einmal Honda, dort haben die drei Werks-Piloten noch drei ungebrauchte Aggregate zur Verfügung.

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