Kein Geschenk zum 250er?

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Valentino Rossi durchläuft gerade die härteste Zeit seines Lebens. Reihenweise fahren dem Serien-Weltmeister die Gegner in der MotoGP um die Ohren.

Rossi und Ducati – das ist bislang noch nicht die von den Tifosi erhoffte italienische Traum-Ehe.

Dabei hätte der neunfache Weltmeister am Wochenende jeden Grund zum Feiern: Am Sachsenring startet er zum 250. Mal in einem Rennen der Motorrad-WM.

Rossi-Motor stottert erstmals

Seine beeindruckende Bilanz aus 249 Starts: 105 Siege, 175 Podestplätze, 59 Pole Positions und 4.350 Punkte. Doch mittlerweile ist die lebende Legende seit elf Rennen ohne Sieg – das gab es in der Karriere des Valentino Rossi noch nie.

„Wir sind  gerade in keiner guten Situation und müssen weiter auf die Spitze aufholen“, weiß der Superstar vor seinem Jubiläums-Rennen in Deutschland.

Arbeiten statt Feiern

Die große Feier könnte für Rossi zum Setup-Marathon verkommen. „Ich muss weiter lernen, die Ducati richtig zu fahren“, ist sich der 30-Jährige seiner Aufgaben bewusst.

Das Update der Desmosedici fährt der Italiener seit mittlerweile zwei Rennen, die Ergebnisse wurden aber nicht besser. „Leider hatten wie in den Rennen viel mit dem Wetter zu kämpfen“, wie er ausführt.

„Wir konnten da nicht so viel am Motorrad probieren, weil es immer nass war. Wir kennen das Motorrad nicht und konnten keine weiteren Erfahrungen sammeln.“

Zukunft geht vor Gegenwart

Am Horizont gibt es aber bereits einen roten Hoffnungsschimmer: Das Chassis für nächste Saison ist fertig und wurde sogar schon in einigen Trainings unter Rennbedingungen getestet. Die italienische Kombo scheint, zumindest für 2011, bestens gewappnet.

„Entwickler Rossi“ ist mit seinen Gedanken wohl schon mehr in Ducatis MotoGP-Schmiede in Bologna als auf der Rennstrecke. Denn der Titel ist heuer außer Reichweite – so viel lässt sich nach acht von 18 Rennen mit Sicherheit sagen.

Mit den nächstjährigen 1000cc-Maschinen soll es aber wieder aufwärts gehen. „Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen. Wir müssen weiter konzentriert bleiben und das Beste aus der Situation machen.“ Zum alten Eisen gehört Rossi trotz 250 Grand Prix auf dem Buckel nämlich noch lange nicht.

Michael Höller

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