Schock in der Motorradwelt

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Schock in der Motorradwelt

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Casey Stoner erklärte zur Pressekonferenz in Le Mans nicht nur seinen Rücktritt, sondern redete auch über das bevorstehende Rennwochenende.

"In den letzten beiden Rennen hatten wir ein paar Probleme mit Chattering, besonders in den letzten beiden und das ist etwas, das wir wirklich reduzieren wollen, also müssen wir hier hart arbeiten", nahm er sich vor.

"Es gibt viele Dinge, die ich in meinem Leben noch machen will. Ich will nicht weiter Motorradrennen fahren, wenn ich die Leidenschaft für Motorräder verloren habe. Ich liebe Bikes, sie waren mein Leben und wenn ich weitermache habe ich Angst, meine Leidenschaft komplett zu verlieren", erklärte Stoner, der sich vorstellen könnte Nachwuchsfahrer zu fördern.

"Wir hatten eine großartige Karriere, wir hatten einige fantastische Rennen und ich habe das Gefühl, dass ich schon nach meinem ersten Titel 2007 mein Ziel erreicht hatte. Das war mein Traum: Weltmeister zu sein."

Stoner: Leidenschaft ging verloren

Jorge Lorenzo war nach Stoners Bekanntgabe geschockt. "Es ist eine Überraschung für mich, für alle. Ich hatte das nicht erwartet. Ich habe Gerüchte gehört und ich dachte schon, dass es diese Möglichkeit gibt, aber ich dachte, dass er nächstes Jahr noch weitermacht. Nun hat er es uns erzählt. Ich denke, das sind keine guten Neuigkeiten für die MotoGP, aber es ist seine Entscheidung, in Ruhe mit seiner Familie zu leben und wir müssen das respektieren", sagte der Mallorquiner.

Trotzdem will Lorenzo den Australier natürlich nicht einfach an der Spitze der Gesamtwertung auf und davonziehen lassen. "Le Mans ist eine meiner Lieblingsstrecken. Seit ich hier 2003 zum ersten Mal in der ersten Startreihe stand, hatte ich immer gute Ergebnisse, also freue ich mich, hier zu sein", ergänzte er.

Crutchlow: Stoner kann mir seinen Platz überlassen

Auch Cal Crutchlow war zur Pressekonferenz geladen und überrascht. "Casey kann mit dieser Bekanntgabe jetzt vielleicht etwas herunterfahren und mir den Platz in den Top-3 überlassen", scherzte er. "Sie machen nicht viele Fehler. Vielleicht sollten sie am Abend zuvor mal etwas anderes essen oder so."

Der Brite weiß allerdings, dass er selbst auch Einiges leisten muss, zunächst in Frankreich. "Ich freue mich, aber hier können immer einige Dinge mit dem Wetter passieren. Ich denke, wir haben dieses Jahr bisher keine so schlechten Leistungen gezeigt, obwohl Estoril enttäuschend war. Wir hatten wirklich ein paar Probleme mit dem Setup und vielleicht auch ein bisschen mit mir selbst. Aber hoffentlich kommen wir dieses Wochenende in Le Mans damit klar.

Valentino Rossi betrauerte Stoners Entscheidung. "Es ist eine große Überraschung. Ich denke, es ist eine schlechte Neuigkeit für die MotoGP-Welt, denn am Ende der Saison verlieren wir vielleicht einen der großartigsten Fahrer und besten Rivalen. Es ist negativ, aber es ist seine eigene Entscheidung", sagte der Italiener. Auch ihm hängen die Rücktrittsgerüchte an, doch Rossi räumte in der Pressekonferenz auf.

Rossi will weitermachen

Randy de Puniet konzentriert sich komplett auf sein Heimrennen. "Es ist ein sehr wichtiges Rennen für mich, auch wenn ich in diesem Jahr nicht das Bike hab, um an die Spitze zu kommen, aber die CRT-Spitze. Ich denke für die CRTs wird es eine sehr schwierige Strecke, denn du hast immer zwei oder drei Beschleunigungspunkte, wie auf der Gegengeraden, aber du weiß nicht, was mit dem Wetter passiert. Ich hoffe, dass ich nach meinem Sturz in Estoril wieder bei 100 Prozent bin, denn ich habe noch immer viele Schmerzen in meinen Rippen. Ich hoffe wirklich, an diesem Wochenende vor meinem Heimpublikum schnellster CRT-Pilot zu sein", äußerte der Franzose.

Wenn es Zeit ist, dann ist es an der Zeit

Auch über Twitter zeigte sich viel Anteilnahme. Stoner zwitscherte: "Sorry für die Neuigkeiten, aber es hat sich schon lange angebahnt. Ich werde trotzdem derselbe Mensch in der Startaufstellung sein, wenn ich am Renntag an den Start gehe." Es folgten zahlreiche Reaktionen. "Ein großer Verlust für die MotoGP, dass @Official_CS27 Ende 2012 aufhört, aber keine große Überraschung. Casey hatte nie Angst, seinen eigenen Weg zu gehen", hieß es von Paul Denning.

Alex Hoffmann meinte: "R.E.S.P.E.C.T! Ehrlich, schnell und fair! Wie dein Fahrstil..." Sogar Wayne Gardner betrauerte Stoners Entscheidung. "Er ist als junger Mann schon sehr, sehr lange Motorradrennen gefahren. Ich wünsche ihm ein glückliches Leben."

Die amerikanische Motorradlegende Ricky Carmichael schrieb: "Es muss dir nicht leid tun. Sei glücklich, Bro...du hast viel getan." Chad Reed war ähnlicher Ansicht: "Wenn es Zeit ist, dann ist es an der Zeit! Das werden einige Leute nie verstehen. Viel Glück!"

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