Der Routinier möchte am Ende die Nummer 1 sein

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Nachdem Randy de Puniet bei den Testfahrten in Malaysia und Jerez der schnellste CRT-Fahrer war, möchte er als einer der erfahrensten Männer im Feld in dieser Saison seinen Teamkollegen schlagen und sich den CRT-Titel holen.

Beginnen soll diese Mission mit einem guten Resultat beim Saisonstart in Katar.

Im Interview spricht der 32-jährige Franzose über seine ersten Eindrück vom neuen Bike, die Unterschiede zum Vorjahres-Modell, Ziele und die umstrittenen Neuerungen in der MotoGP.

Frage: Die Wintertests sind vorüber. Wie sieht dein Fazit aus?

Randy de Puniet: Wir hatten an den neun Testtagen leider nicht viel Glück mit dem Wetter. Bei den ersten Tests in Malaysia hatten wir Probleme mit dem Grip, aber beim zweiten Mal lief es schon viel besser, vor allem am letzten Tag. In Jerez hatten wir auch ziemlich viel Regen, aber so wie in Malaysia auch einen guten letzten Tag.

Frage: Fühlst du dich bereit für den ersten Grand Prix?

De Puniet: Natürlich, wir sind bereit. Ich hätte bei den Tests zwar lieber mehr Zeit auf trockener Strecke gehabt, aber wir müssen uns mit der Situation abfinden und uns so weiterentwickeln.

Frage:Was würde Randy de Puniet am Montagmorgen nach Katar glücklich machen?

De Puniet: Das Wissen, dass ich am Sonntag schnellster CRT-Pilot war.

Frage: Wer sind für dich die Titelfavoriten in der MotoGP?

De Puniet: Die zwei Honda-Werkspiloten und die zwei Yamaha-Werkspiloten. Von diesen Vier sehe ich Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo etwas stärker.

Frage: Wie fährt sich die neue ART?

De Puniet: Die 2012er Version der ART war in Anbetracht der Beschränkungen der Klasse schon ein großartiges Bike. Die neue Maschine ist nicht viel anders, sie bietet aber mehr Setup-Möglichkeiten. Man kann an der Fahrwerksgeometrie mehr ändern, das Motorrad ist steifer und meiner Meinung nach wird es wieder das beste CRT-Bike sein.

Frage: Was unterscheidet das Motorrad von der letztjährigen Version?

De Puniet: Die Schwinge wurde deutlich verbessert und das Chassis bietet wie gesagt mehr Möglichkeiten, um das Setup zu verändern.

Frage: Was sind die Stärken des Motorrads und wo kann man sie noch verbessern?

De Puniet: Das Fahrverhalten ist sehr gut, die Verwindungssteifigkeit ist sehr hoch und das erlaubt es viel Speed durch die gesamte Kurve mitzunehmen. Es wäre schön, wenn wir etwas mehr Leistung hätten und auch die Elektronik ist noch verbesserungswürdig.

Frage: Was ist dein Ziel für 2013?

De Puniet: Ich möchte am Ende des Jahres der beste CRT-Pilot sein.

Frage: Letztes Jahr warst du der Einzige, der Aleix Espargaro wirklich fordern konnte.

De Puniet: Nach einem Lehrjahr haben die Teams nun ein besseres Verständnis von der CRT und gehen entschlossener an die Sache heran. Ich glaube, dass in dieser Saison mehr Fahrer um die Spitzenplätze in der CRT kämpfen werden und es somit viel interessanter wird. Auch wenn ich gerne mehr Wettbewerb sehen würde, wünsche ich mir natürlich, dass wir unseren Doppelsieg vom Vorjahr wiederholen können. Dieses Mal allerdings mit mir auf Platz eins.

Frage: Was hältst du vom neuen Qualifyingformat?

De Puniet: Ich bin schon gespannt auf Katar, da werden wir sehen, wie es funktioniert. Ich glaube, die erste Session wird den CRT-Bikes einiges an Aufmerksamkeit bescheren, und wenn wir es in die zweite Session schaffen würden, wäre das ein schöner Bonus in Bezug auf TV-Zeiten. Es wird sicher spannender.

Frage: Wie stehst du zu der neuen weicheren Reifenmischung, die den CRT-Teams zur Verfügung steht?

De Puniet: Für uns ist das großartig. Wir hatten letzte Saison große Probleme, da wir die harte Mischung nicht verwenden konnten und uns deshalb die Reifen für das gesamte Wochenende ausgingen. Mit der neuen Reifenmischung können wir in jeder Session am Limit fahren, ohne uns um die Reifen sorgen zu müssen. Außerdem kommen wir so den Prototypen sicher auch im Qualifying näher. Wenn die Streckentemperaturen nicht zu hoch sind, können wir die weiche Mischung vielleicht auch im Rennen verwenden und so die Lücke zur Spitze verkleinern.

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