Kampf gegen die Sieglosigkeit

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Yamaha-Duell um die WM-Führung am Sachsenring

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Zehn Punkte - dieser Abstand trennt im Moment WM-Leader Valentino Rossi von seinem Verfolger und Teamkollegen Jorge Lorenzo.

Am Sachsenring geht das Yamaha-interne Duell um die Führung in der Weltmeisterschaft in die letzte Runde vor der Sommerpause.

Die Rechnung ist einfach: Kommt Rossi erneut auf das Podium, geht er in jedem Fall als Gesamtführender in die zweite Saisonhälfte.

"Ich konnte mir zuletzt Vorteile zurückerobern, die ich in den Rennen zuvor eingebüßt hatte. Zehn Punkte Vorsprung nach acht Rennen sind nicht schlecht. Wir müssen aber bestätigen, dass wir konkurrenzfähig sind", sagt Rossi vor den Grand Prix von Deutschland.

Rossi: "Jorge wird sehr stark zurückschlagen"

Nachdem er auf Lorenzo viermal in Folge Punkte eingebüßt hatte, schlug der Altmeister zuletzt in Assen mit einem hart erkämpften Sieg zurück.

Der als "Sonntagsfahrer" verschriene Rossi legte dabei sogar neue Stärken an den Tag, holte Trainingsbestzeiten und eine seiner eher seltenen Pole Positions.

Das machte es ihm auch im Rennen leichter, da er die ersten Runden nicht dafür opfern musste, sich aus der zweiten oder dritten Startreihe nach vorne zu kämpfen.

"Das ist ein Fortschritt; ich habe gemerkt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Ab jetzt bin ich gegenüber Jorge hoffentlich nicht mehr unterlegen", hatte Rossi nach seinem Triumph in Assen gesagt.

Vor dem Rennen auf dem Sachsenring ist sich der Italiener aber sicher: "Jorge wird sehr stark zurückschlagen."

Yamaha am Sachsenring seit 5 Jahren sieglos

Zumindest statistisch sieht es am Sachsenring für Rossi im Vergleich zu Lorenzo aber gut aus: Bisher gewann der Italiener in der Motorrad-WM sechsmal, viermal davon in der Königsklasse.

Lorenzo hingegen ist am Sachsenring noch sieglos, auch wenn er es in der MotoGP schon fünfmal auf das Podium schaffte.

"Ich war schon ein paar Mal knapp an einem Sieg dran, aber bislang hat es noch nie geklappt. Ich möchte dort zumindest einmal auf dem obersten Treppchen stehen. Vielleicht passiert es ja schon am Sonntag, denn diese Saison verläuft bisher sehr seltsam", so Lorenzo.

Der Spanier kennt allerdings auch den Umstand, dass Yamaha auf dem kurzen und sehr kurvigen Sachsenring seit fünf Jahren sieglos ist und Erzrivale Honda zuletzt fünfmal in Serie gewinnen konnte.

"Theoretisch ist der Sachsenring eine schlechtere Strecke für uns als Assen. Dieser Kurs lag der Yamaha noch nie perfekt, daher stehen wir vor einer großen Herausforderung", sagt Lorenzo. "2015 ist unser Motorrad sehr stark, daher dürfen wir nach höheren Zielen streben als in vergangenen Jahren."

Rossi warnt vor Honda

Tatsächlich stand Yamaha seit Einführung der MotoGP-Klasse nach acht Rennen noch nie so gut da.

Sieben Siege und einen Vorsprung von 57 Punkten in der Herstellerwertung haben die Japaner auf dem Konto. Damit sticht man Honda souverän aus. Rossi warnt allerdings davor, den Rivalen zu unterschätzen.

"Wir wissen, dass die Konkurrenz fieberhaft daran arbeitet, die Spitze zurück zu erobern. In Assen konnten wir noch einmal vorne bleiben. Aber Marquez wird in den nächsten Rennen sicherlich auf dem Niveau von uns fahren, daher müssen wir auf ihn aufpassen."

Zuletzt wurde der Altmeister dem amtierenden Champion in Assen erst in der letzten Kurve Herr.

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