MotoGP-Saisonvorschau: Das große Comeback

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Mit sechs Weltmeistertiteln zählt Suzuki zu den erfolgreichsten Marken in der Geschichte der Königsklasse.

Nachdem seit Einführung der MotoGP-Klasse die Erfolge aber immer mehr ausblieben, entschied man sich Ende 2011 für den Ausstieg.

Nun meldet sich Suzuki mit einem neuen Motorradkonzept, neuen Teamverantwortlichen und neuen Fahrern zurück. Wir zeigen euch, wie der dritte große japanische Hersteller sein Comeback in Angriff nimmt.

DIE FAHRER

#41 ALEIX ESPARGARO

In zwei Jahren CRT und der ersten Saison der Open-Klasse gab es einen Mann, der alle anderen Piloten überragte. Es war Aleix Espargaro, der zunächst auf der ART im Team von Jorge Martinez und im letzten Jahr mit der Forward-Yamaha alles in Grund und Boden fuhr und sich somit drei Mal den Titel in der jeweiligen Unterkategorie sicherte. 2014 fuhr er sogar zu einer Pole Position und einer Podiumsplatzierung. Grund genug für Suzuki, den talentierten Katalanen in ihr Werksteam zu holen. Trotz seines Alters von erst 25 Jahren verfügt Espargaro schon über vier Jahre Erfahrung in der MotoGP und ist für das Team somit unglaublich wertvoll, was die Entwicklungsarbeit angeht. Sein extremer Speed ist unbestritten, lediglich die Nerven machen dem Mann mit der Nummer 41 hin und wieder einen Strich durch die Rechnung.

#25 MAVERICK VINALES

Mit seinen erst 20 Jahren ist Maverick Vinales nach dem sechs Tage später geborenen Jack Miller der jüngste Mann im Fahrerfeld. Erst im Vorjahr war er als amtierender Moto3-Weltmeister in die Moto2 aufgestiegen, nun darf er sich bereits Suzuki-Werkspilot in der MotoGP nennen. Ein rasanter Aufstieg, der bei einem Blick auf die letzte Saison Vinales' aber absolut gerechtfertigt ist. In der heiß umkämpften Moto2 gewann er gleich sein zweites Rennen und ließ drei weitere Grand-Prix-Siege folgen. Die Saison beendete er auf dem ausgezeichneten dritten Rang. Schnell Motorradfahren kann Vinales also zweifelsohne, es bleibt lediglich abzuwarten, wie viel Lehrgeld er in seiner Rookie-Saison zahlen muss.

DAS MOTORRAD

Suzuki GSX-RR: Mit der GSX-RR kehrt Suzuki zu seinen Wurzeln zurück. Im neuen Prototypen ist ein Reihenvierzylinder wie in den so erfolgreichen GSX-R-Superbikes verbaut. Zu Beginn machte der Motor noch ordentlich Probleme, entwickelte er doch nur bei hohen Drehzahlen ausreichend Leistung, was allerdings zu zahlreichen Defekten führte. Mittlerweile hat man die Standfestigkeitsprobleme in den Griff bekommen und der Motor liefert ordentlich Leistung, obwohl man Honda, Yamaha und Ducati nach wie vor etwas hinterherhinkt. Was das Chassis betrifft, waren Espargaro und Vinales von Anfang an voll des Lobes. Mit der GSX-RR scheint Suzuki zum Comeback also ein durchaus konkurrenzfähiges Motorrad gelungen zu sein.

DAS TEAM

Mit Davide Brivio hat sich Suzuki einen in der MotoGP überaus erfahrenen Mann als Teamchef geangelt. Der Italiener war bereits als Teammanager für Valentino Rossi in dessen erster Yamaha-Ära tätig und führte die Truppe von Suzuki nun von Beginn der ersten Testfahrten 2013 an. Brivio ist definitiv einer der besten seines Fachs und bringt durch die Erfahrung bei Yamaha sicherlich wichtigen Input mit. Der zweite starke Mann bei Suzuki ist MotoGP-Projektleiter Satoru Terada, der die Verantwortung für das gesamte Engagement in der Königsklasse trägt.

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