Lorenzo rast zum Sieg, Marquez ins Verderben

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Schon zum dritten Mal in Folge siegte Jorge Lorenzo in einer dominanten Art und Weise und verdarb den Tausenden von Rossi-Fans die Party, indem er sich von der ersten Runde absetzte und dem gesamten Feld entschwand.

Die Zuschauer wurden durch einen titanischen Kampf um die zweite Position entschädigt, den Andrea Iannone allen Schmerzen zum Trotz für sich entschied.

Valentino Rossi kämpfte sich bis auf Platz drei nach vorn, spürt aber jetzt Lorenzos Atem in der WM.

Die Show überhaupt war jedoch Marc Marquez, der in absoluter Rage ein spektakuläres Rennen lieferte, bis er auf Platz drei liegend mit Ansage stürzte.

Irre Aufholjagd von Marquez

Gleich am Start gab es einen Aufreger: Andrea Iannone zuckte kurz an. Doch die einzige Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart sollte Karel Abraham erhalten.

Während Lorenzo die Führung vor Dovizioso übernahm, war Marc Marquez die Show der ersten Runde: Von Startplatz 13 machte er allein im ersten Umlauf zehn Plätze gut und lag bereits sensationell auf dem dritten Platz, während Rossi erst einmal auf Platz neun versauerte.

Eingangs der dritten Runde holte er sich gar Dovizioso und lag auf Platz zwei, während Aleix Espargaro in den Kies griff, weil er von Danilo Petrucci abgeschossen wurde.

Auf Platz zwei war zunächst Schluss für Rage-Marquez - Lorenzo ließ keinen Angriff zu, während Nicky Hayden und Stefan Bradl die Segel streichen mussten. Die Realität holte Nummer 93 bald wieder ein:

Dovizioso gibt auf

Dovizioso ging wieder vorbei und auch Iannone machte bald Druck. Das Trio kämpfte rundenlang so hart, dass auch Dani Pedrosa ranfahren konnte, während Lorenzo an der Spitze die Gunst der Stunde nutzte, um wieder einmal eine One-Man-Show vorzuexerzieren.

Marquez holte sich Platz zwei von Dovizioso mit mehreren Kamikaze-Manövern in San Donato zurück, bis Iannone beide zurück verwies.

Marquez war sichtlich über dem Limit unterwegs und versuchte, das Unmögliche möglich zu machen. Dovizioso schwächelte gegen Rennhälfte und Rossi machte kurzen Prozess mit dem Ducati-Piloten, der daraufhin weit zurückfiel und das Rennen aufgeben musste.

Die Gruppe im Kampf um Platz zwei bestand dennoch weiter aus vier Fahrern, da Rossi sich einmischte und bei Pedrosa vorstellig wurde.

Marquez übertreibt es und stürzt

Marquez und Iannone bekämpften sich wie schon in Le Mans nach allen Regeln der Kunst, während sich Pedrosa und Rossi dahinter beharkten. Marquez riskierte alles und attackierte Iannone an unmöglichen Stellen.

Seine Aggression steigerte sich in Raserei und es kam, was kommen musste: Sechs Runden vor Schluss stürzte der amtierende Weltmeister nach einer der aggressivsten und spektakulärsten Fahrten der MotoGP-Geschichte und sah die Schwerkraft neben ihm auch seine Meisterschaftsambitionen im italienischen Kies begraben.

Die italienischen Zuschauer hatten nur wenige Kurven später neuen Grund zum Jubeln, als Rossi sich Pedrosa krallte und sich somit einen Podiumsplatz erkämpfte. Iannone hatte sich jedoch zu weit abgesetzt, als dass Rossi ihn noch hätte attackieren können, und vergaß dabei völlig seinen Schmerz in der Schulter.

Das Rennen schien gerade entschieden, da kam es zum Cal-Knall: Auf einem sicheren fünften Platz liegend warf Crutchlow die Punkte beim LCR-Heimspiel in einem spektakulären Crash, der die gesamte Frontpartie der Honda RC213V abriss, weg.

Somit erbten die Tech-3-Piloten Bradley Smith und Pol Espargaro die Plätze fünf und sechs, Maverick Vinales wurde auf der verbliebenen Suzuki starker Siebter, Ducati-Testfahrer Michele Pirro kam als Achter ins Ziel und die beiden Pramac-Fahrer Danilo Petrucci und Yonny Hernandez komplettierten die Top-10.

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