Pedrosa in Indy souverän

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Pedrosa in Indy souverän, Stoner kämpft sich durch

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Dani Pedrosa hat in Indianapolis dafür gesorgt, dass der Kampf um die Fahrerkrone in der MotoGP wieder ein wenig spannender wurde.

Der Spanier gewann vor 65.372 Zuschauern das Rennen in eindrucksvoller Manier und konnte Jorge Lorenzo damit fünf weitere Punkte in der Gesamtwertung abnehmen, was den Abstand auf 18 Zähler verkleinerte.

Lorenzo mit Risiko erfolgreich

Lorenzo fuhr vor Andrea Dovizioso als Zweiter ins Ziel und betrieb damit jene Schadensbegrenzung, die er bereits am Samstag angekündigt hatte.

Allerdings hatte er durchaus etwas riskiert, um vielleicht doch zu gewinnen, da er mit den Medium-Reifen fuhr, während der Rest an der Spitze mit den Harten Gummis unterwegs war.

Stoner kämpft sich durch

Den Schaden ebenfalls in Grenzen halten wollte Casey Stoner.

Der Australier war nach seinem schweren Sturz im Qualifying mit Bänderrissen und Knochenabsplitterungen im Knöchel unterwegs und konnte sich zum vierten Platz arbeiten.

Arbeiten traf in diesem Fall nicht nur deswegen zu, weil er mit seiner Verletzung zu kämpfen hatte, er musste auf der Strecke auch einige Gegner niederringen.

So fiel er beim Start bis auf Platz acht zurück und hatte erst einmal Cal Crutchlow, Alvaro Bautista, Stefan Bradl und Dovizioso vor sich. Die überholte er nach und nach, was ihn vorerst auf Platz vier brachte.

Dann half ihm noch, dass Ben Spies seine Rolle als Pechvogel nicht ablegen konnte.

Spies wieder out

Nachdem er in Laguna stürzte, weil die Radschwinge gebrochen war, fiel er diesmal mit einem Motorschaden aus. Dieses Schicksal ereilte den Amerikaner noch dazu, als er auf dem Weg in Richtung Podestplatz war.

Zwar hatte Pedrosa ihn von der Spitze vertrieben und Lorenzo schloss von hinten auf, aber der dritte Platz schien in jedem Fall in Reichweite zu sein, bis in Runde sieben dann auf einmal eine Rauchwolke am Heck seiner Yamaha aufstieg.

Neben ihm mussten auch noch Danilo Petrucci, Michele Pirro und Randy de Puniet mit einem Defekt aufgeben. Mattia Pasini und Crutchlow stürzten.

Stoner von Verletzungen geschwächt

Stoner blieb derweil sturzfrei, doch es machte sich mit Fortdauer bemerkbar, dass seine Verletzungen ihn beeinflussen.

Dadurch konnte Dovizioso wieder am Australier vorbeigehen und der Italiener war heiß auf das Podest. Er ließ nicht locker, egal ob Stoner sich noch wehren wollte und fuhr schließlich den letzten Podestplatz nach Hause.

Wie sehr das Rennen den Australier angestrengt hatte, war nach dem Rennen zu sehen, als er in der Box zunächst einfach nur einmal sitzen blieb und seinen Kopf auf den Tank legte.

Titelverteidigung wird schwer

Nach Rang vier liegt Stoner nun 39 Punkte hinter Lorenzo in der Weltmeisterschaft, hat also viel Arbeit vor sich, wenn er seinen Titel verteidigen will.

Auf den Rängen fünf und sechs fuhren nach der etwas hektischen Startphase ungestört Alvaro Bautista und Stefan Bradl ins Ziel.

Relativ enttäuscht dürfte Valentino Rossi über Platz sieben gewesen sein. Das lag nicht nur an der Position an sich, sondern daran, wie er sie erreicht hatte.

Schwache Leistung von Rossi

Er verlor über 55 Sekunden auf den Sieger, lag rund eine halbe Minute hinter dem nächstbesten Werks-Prototypen und der beste CRT-Fahrer hatte nur etwas mehr als zehn Sekunden Rückstand auf ihn.

Karel Abraham erreichte den achten Platz, Yonny Hernandez war als bester CRT-Pilot Neunter und Aleix Espargaro rundete die Top-10 ab.

Toni Elias, Ivan Silva, Colin Edwards, James Ellison und CRT-Wildcard Steve Rapp durften noch Punkte mitnehmen. Aaron Yates sah bei seinem CRT-Wildcard-Auftritt als 16. das Ziel.

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