Alles neu beim Pramac-Team

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Das Pramac-Team geht nicht nur mit neuen Farben in die neue Saison, sondern auch mit neuen Fahrern und anderen Voraussetzungen.

So hatte im Vorjahr Hector Barbera eine Ducati Desmosedici zur Verfügung, die technisch auf dem Stand der Wintertestfahrten von 2011/2012 war und kaum Gemeinsamkeiten mit den Werksmotorrädern hatte.

Nun fährt Pramac wieder mit zwei Fahrern. Zudem ist die Zusammenarbeit mit dem Werksteam sehr eng. Andrea Dovizioso und Nicky Hayden erhalten zwar als Erste neue Teile, doch Andrea Iannone und Ben Spies sind ebenfalls in die Entwicklung eingebunden.

Unterschiedliche Ausgangssituationen

Iannone und Spies haben auch direkt Verträge mit Ducati.

Die Voraussetzungen der beiden sind vor dem Saisonauftakt in Katar sehr unterschiedlich.

Spies muss nach der total verkorksten Saison bei Yamaha seine Karriere wieder in Schwung bringen. Dennoch litt er bei den Wintertests an den Spätfolgen einer Schulterverletzung aus dem vergangenen Herbst.

Iannone gibt dagegen sein MotoGP-Debüt. Im Winter hat der Italiener viele Runden abgespult und sich konstant gesteigert. Teilweise war er nur noch knapp hinter den Ducati-Werksfahrern.

Iannone ist "sehr glücklich"

"Ich bin sehr glücklich wie es bisher gelaufen ist", blickt er zufrieden auf die vergangenen Wochen zurück.

"Ich realisiere auch, wie sich das Motorrad anders verhält. Ich bin auch sehr glücklich mit der Arbeit im Team. Natürlich ist ein Fahrer nur zufrieden, wenn er gewinnt. Dafür müssen wir noch viel Aufbauarbeit leisten. Schritt für Schritt bin ich nähergekommen. Ich möchte so nahe wie möglich an die Ducati-Werksfahrer herankommen. Dann wäre ich zufrieden. Das neue Qualifying-Format kann auch für eine bessere Show sorgen."

Spies "hat gutes Gefühl gefunden"

Spies konnte bisher nicht in gewünschtem Ausmaß an der Performance arbeiten.

Für ihn ging es in erster Linie bei den Wintertests darum fit zu werden und ein Gefühl für die Desmosedici zu gewinnen.

Dieser Prozess dauert noch an. "Ich bin bei den Tests nur gefahren und wollte es nicht übertreiben sowie meine Schulter nicht zu sehr belasten. Sie wird von Tag zu Tag besser", berichtet Spies von Fortschritten.

"Ich habe mich erst bei den letzten Tests auf die Kraft konzentriert, die man beim Fahren braucht. Beim ersten Rennen werde ich nach der Form suchen und die Schwachstellen identifizieren, damit wir die gewünschten Ergebnisse holen können. Nach dem Vorjahr war es bei den Tests aber nicht einfach, im Regen zu fahren. Trotz des letzten Tests habe ich ein gutes Gefühl für das Motorrad gefunden."

 

Gerald Dirnbeck

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