Die Dreikämpfer starten aus Reihe eins

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Unglaublicher Rekord von Jorge Lorenzo im MotoGP-Qualifying in Brünn. Mit der allerersten Zeit unter 1:55.00 Minuten stellte der WM-Aspirant seine Yamaha auf Pole.

Marc Marquez und Valentino Rossi platzierten sich ebenfalls für die erste Startreihe und machten die perfekte Ausganslage für ein Wahnsinnsrennen am Sonntag perfekt.

Die Platzierungen in Q2: Lorenzo unterbot bereits im ersten Run umgehend seinen Streckenrekord aus FP3 und setzte sich mit 1:55.238 Minuten an die Spitze. Marquez lag als härtester Widersacher bereits 0,3 Sekunden zurück.

Mit großem Abstand bildeten Iannone, Rossi und Bradley Smith die Top-5. Dani Pedrosa lag trotz seiner Fußverletzung vom Freitag immerhin auf Rang acht.

Direkt zu Beginn des zweiten Runs sprengte Lorenzo mit einer 1:54.989 die magische Schallmauer von 1:55.00 und zerbröselte die Hoffnung der Konkurrenz auf die Pole-Position somit frühzeitig. Marquez holte zwar noch einmal alles aus sich heraus, scheiterte jedoch knapp um 0,07 Sekunden an der magischen Lorenzo-Marke.

Bereits nach Ablaufen der Uhr schob sich Rossi mit einer Top-Runde dann noch in die erste Startreihe, lag jedoch bereits knapp 0,4 Sekunden hinter Lorenzo.

Andrea Iannone, Bradley Smith und Andrea Dovizioso qualifizierten sich trotz starker Leistungen letztlich "nur" für die zweite Startreihe. Maverick Vinales beeindruckte auf seiner Suzuki mit Platz sieben, gefolgt von Pol Espargaro, Pedrosa, Cal Crutchlow, Hector Barbera und Yonny Hernandez.

Die Platzierungen in Q1: Nach dem ersten Run hatte sich Honda-Satellitenpilot Cal Crutchlow mit einer Zeit von 1:56.674 Minuten an die Spitze gesetzt, dicht gefolgt von Pramacs Danilo Petrucci.

Die Brüder Aleix und Pol Espargaro hingen zu diesem Zeitpunkt auf den Plätzen drei und vier knapp hinter den beiden heißbegehrten Qualifikationsplätzen für Q2. Als Fünfter hatte auch Bradl Anfangs einiges vorzuweisen, lag auf seiner Aprilia allerdings bereits 0,4 Sekunden hinter Petrucci.

Auf dem zweiten Satz Reifen war es dann Pol Espargaro, der erstmals die Muskeln spielen ließ. Mit seiner Satelliten-Yamaha brannte er mit einer 1:56.674 die Sessionbestzeit in den tschechischen Asphalt. Dahinter flog Crutchlow zunächst aus den Top-2, kämpfte sich jedoch wieder zurück und somit in die Hauptqualifikation.

Petrucci als Dritter zeigte zwar eine beherzte Leistung, scheiterte jedoch letztlich am Cut. Scott Redding, Aleix Espargaro, und Stefan Bradl belegten die Plätze vier bis sechs.

Die Zwischenfälle: Keine Stürze, Ausritte oder Probleme für die Piloten in Q1, die allesamt große Disziplin und Klasse bewiesen. In Q2 kam Rossi nach nur einer Aufwärmrunde im ersten Run völlig überraschend wieder an die Box, um Bike und somit auch Reifen zu wechseln.

Somit jagte der Doktor den Konkurrenten auf der ersten Zeitenhatz quasi eine Runde hinterher. Letztlich hatte dies auf den Ausgang allerdings keine Auswirkungen.

Das Wetter: Bei 30 Grad Luft-Temperatur und 42 Grad für den Asphalt machten sich die Q1-Piloten auf zur Zeitenhatz. Bewölkter Himmel sorgte dafür, dass das Quecksilber nicht ganz so hoch kletterte wie am Freitagnachmittag, als die Strecke teilweise bis zu 50 Grad aufwies.

Für Grip-Level, Reifenverschleiß und Sturzrisiko war die leicht "verbesserte" Witterung aus Sicht der Rennfahrer daher unbestritten ein Segen. Drohender Regen aus eigenen dunklen Wolken über der Hügelstrecke blieb glücklicherweise aus.

Bis zu Q2 hatte sich der Asphalt um weitere zwei Grad abgekühlt, was die Bedingungen für die Zeitenjagd noch weiter verbesserte.

Die Analyse: Gut, besser, Jorge Lorenzo! Der Superstar befindet sich nach wie vor im Tunnel und dominiert das Brünn-Wochenende weiter nach Belieben.

Obwohl Marquez und Rossi sich nach Leibeskräften streckten, scheint Lorenzo zumindest für den Moment unantastbar. Viele Satelliten-Piloten zeigten eine starke Leistung, wie auch Barbera als Open-Fahrer auf Platz elf. Die Tapfekeitsmedaille geht zweifellos an Pedrosa.

Bradl zeigte einmal mehr eine starke Vorstellung und schlug Bautista deutlich. Aleix Espargaro enttäuschte erneut und muss mehr denn je aufpassen, in der Suzuki-internen Teamordnung nicht noch weiter hinter Rookie Maverick Vinales zurückzufallen.

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