Casey Stoner baut WM-Führung aus

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Casey Stoner tat am Sonntag im MotoGP-Rennen von Aragon das, was nach den Trainings und dem Qualifying von ihm zu erwarten war.

Der Australier fuhr einen sicheren Sieg heraus und war nie auch nur annähernd in Gefahr, von einem Konkurrenten Druck zu haben.

Wie ebenfalls nicht anders zu erwarten fuhr Dani Pedrosa die zweitbeste Pace, die ihn einsam und alleine auf die zweithöchste Stufe des Podests führte. Etwas interessanter war der Kampf um Platz drei zwischen Marco Simoncelli, Ben Spies und Jorge Lorenzo, der letztendlich an den Spanier ging.

Lorenzo mit Schadensbegrenzung

Spies hatte einen ordentlichen Start erwischt, bekam aber bald Druck von Simoncelli. Der Italiener ging dann auch vorbei und schien vielleicht sogar wegziehen zu können, als er einen Fehler machte und damit auf einmal nur noch Fünfter war.

Stattdessen bekam auf einmal Lorenzo Oberwasser und rückte Spies näher und näher. Schließlich ging der Spanier relativ ungehindert an Spies vorbei und bekam danach auch nicht mehr viel Druck vom Amerikaner. Spies fiel sogar immer weiter zurück und verlor schließlich noch Rang vier an Simoncelli.

Damit betrieb Lorenzo einigeraßen Schadensbegrenzung, was die Weltmeisterschaft betraf. Durch den dritten Rang des Spaniers wuchs Stoners Vorsprung dennoch auf 44 Punkte, 100 sind in dieser Saison noch zu vergeben. Ebenfalls ein wenig Arbeit zu leisten hatte Alvaro Bautista, bevor er als Sechster über die Linie kam.

Der Suzuki-Pilot fand eine gute Pace, hatte es aber mit Nicky Hayden und Hector Barbera zu tun, die ihn nicht einfach gewähren ließen. Einen nach dem anderen konnte Bautista aber überholen und sich schließlich als Sechster über die Linie arbeiten.

Rossi erlebte Gegenwehr

Hayden und Barbera hatten dann ihrerseits noch ein nettes Duell, bei dem es eng zuging und auch Kontakt gab. Hayden hatte schließlich das bessere Ende für sich und wurde Siebter. Hinter den beiden Streithähnen erlebte Valentino Rosis seine eigene Aragon-Show.

Nach seinem Start aus der Boxengasse war er schnell am Feld dran und arbeitete sich bis auf Platz neun nach vorne, dann war Schluss. Und Ruhe war auch nicht, denn Cal Crutchlow und Hiroshi Aoyama wollten den Ducati-Piloten einfach nicht gewähren lassen. Vor allem Crutchlow zeigte nicht zu viel Respekt und überholte Rossi in Runde 18 am Ende von Start-Ziel einfach einmal außen herum.

Die Kaltschnäuzigkeit machte sich auch bezahlt, denn Crutchlow konnte den neunten Platz nach Hause fahren, während Rossi Aoyama in Schach hielt und Zehnter wurde. Die letzten beiden Fahrer in der Wertung waren Randy de Puniet und Colin Edwards.

Die Liste der Ausfälle war für ein MotoGP-Rennen recht lang. Karel Abraham und Andrea Dovizioso waren bereits in der ersten Runde gestürzt, bei Abrahams Ausfall wurde auch De Puniet in Mitleidenschaft gezogen, weil er durch das Kiesbett musste und weit zurückfiel - Abraham selbst schien etwas angeschlagen zu sein.

Toni Elias und Loris Capirossi flogen dann in Runde 16 gemeinsam ab, als Capirossi das Hinterrad von Elias touchierte.

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