MotoGP gibt wieder Gas

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MotoGP 2012: Die Saison-Vorschau

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In wenigen Tagen dröhnen in der Wüste Katars wieder die Motoren der Motorrad-WM.

87 Piloten starten am Sonntag unter Flutlicht ihre Jagd auf die Championate der drei Klassen.

Über den Winter hat sich einiges getan: Die MotoGP erhielt ein neues technisches Reglement samt brandneuer Motorräder, die 125cc-WM wurde durch die neue Moto3 ersetzt und unzählige Piloten wechselten Teams, Motorräder oder Klassen.

Das erwartet die Motorrad-Fans in der neuen Saison:

DIE MOTOGP-TEAMS

In der MotoGP werden heuer erstmals Maschinen mit 1000 Kubikzentimeter Hubraum eingesetzt. Honda, Yamaha und Ducati stellen jeweils vier Motorräder bereit, Suzuki kehrte der Motorrad-WM im Winter endgültig den Rücken.

Um das Starterfeld wieder auf eine einigermaßen annehmbare Größe zu bringen, entschied sich der Weltverband FIM für die Einführung von "Claiming Rule Teams". Diese privaten Rennställe dürfen Chassis und Motor frei wählen und haben zudem doppelt so viele Motoren (zwölf) wie die Werksteams zur Verfügung. Gegen eine Zahlung von 20.000 Euro (für Motor samt Antriebsstrang) oder 15.000 Euro (nur für Motor) können die Werks-Teams Aggregate "kaufen", die danach nicht mehr benutzt werden dürfen. Auf den ersten Blick ein Erfolg: Neben Honda liefern auch Kawasaki, Aprilia und BMW Motoren. Vier neue Privat-Teams konnte man durch diese Regelung ködern.

Honda (4 Piloten)

Honda schraubte die Zahl der Maschinen von sechs auf vier hinunter, das Werksteam wurde von drei auf zwei Piloten verkleinert. Casey Stoner und Dani Pedrosa bilden erneut die Speerspitze der Japaner. Die Teams LCR und Gresini bekommen jeweils eine Maschine. Eine davon darf Moto2-Weltmeister und Rookie Stefan Bradl pilotieren, die zweite bekommt Alvaro Bautista, der vergangene Saison die einzige Suzuki im Feld fuhr.

Yamaha (4 Piloten)

Yamaha setzt wie schon im Vorjahr zwei Maschinen im Werksteam und zwei bei der Monster Tech3 Mannschaft ein. Jorge Lorenzo und Ben Spies sind erneut die Werkspiloten. Im Kunden-Team darf Cal Crutchlow bleiben, der bereits 38-jährige Colin Edwards wird durch Honda-Abgang Andrea Dovizioso ersetzt.

Ducati (4 Piloten)

Wie Honda setzt auch Ducati heuer nur mehr vier statt sechs Maschinen ein. Im Werksteam hofft man nach einer inferioren Saison (nur zwei Podestplätze) mit den Ex-Champions Valentino Rossi und Nicky Hayden auf Besserung. Die Testfahrten gaben aber kaum Anlass zu Optimismus. Die beiden anderen pilotieren Karel Abraham und Hector Barbera, die bereits im Vorjahr auf italienischem Fabrikat unterwegs waren.

MOTO2

Die Moto2 geht mit einem Starterfeld von 33 Piloten in ihre dritte Saison. Den größten Anteil in der Grid stellen die Spanier (9 Fahrer). Vizeweltmeister Marc Marquez ist nach dem Aufstieg von Champion Stefan Bradl in die MotoGP Top-Favorit auf den Gesamtsieg. Insgesamt werden zehn verschiedene Chassis-Varianten von den Rennställen eingesetzt, Honda liefert erneut die 600cc-Viertakt-Einheitsmotoren.

MOTO3

Die 125cc-Klasse ist Geschichte, der Moto3 gehört die Zukunft. Was sich hinter diesem Kürzel verbirgt? 250cc-Viertakt-Maschinen. Das neue Reglement lockte auch den oberösterreichischen Hersteller KTM wieder in die Motorrad-WM. Die Mattighofener bringen ein dreiköpfiges Werksteam (mit den Piloten Sandro Cortese, Arthur Sissis und Danny Kent) an den Start, zwei weitere Maschinen gehen an Privatteams, zudem werden vier Kalex-Bikes von KTM-Motoren angetrieben.

Daneben sind mit Mahindra, Honda und Aprilia drei weitere Hersteller in der kleinsten Klasse der WM engagiert. Auf dem Fahrer-Sektor stellt erneut Spanien die größte Fraktion: Neun der 33 Piloten sind Spanier. Titelverteidiger Nico Terol und sein Vize Johann Zarco sind nicht mehr mit dabei – sie fahren 2012 in der Moto2. Österreichischen Piloten gibt es erneut keinen.

Claiming Rule Teams (9 Piloten)

Zu den zwölf Fahrern auf Werksmaschinen kommen neun Piloten auf Maschinen nach "Claiming Rule" (Erklärung siehe oben). Die Fahrer der CRT-Bikes sind mit Mattia Pasini (ART-Aprilia), Yonny Hernandez (FTR-Kawasaki), Michele Pirro (FTR-Honda) und Danilo Petrucci (Ioda-Aprilia) vier Rookies.

Aleix Espargaro, James Ellison (beide ART-Aprilia) und Ivan Silva (FTR-Kawasaki) kehren in die MotoGP zurück. Die beiden Veteranen Colin Edwards (Suter-BMW) und Randy De Puniet (ART-Aprilia) sind wohl die aussichtsreichsten Kandidaten, die Werksmaschinen im Kampf um Top-10-Plätze herauszufordern.

RENNKALENDER

Der Rennkalender der MotoGP umfasst wie im Vorjahr 18 Rennen, jener von Moto2 und Moto3 wie im Vorjahr jeweils 17 (das Rennen in Laguna Seca ist der Königsklasse exklusiv vorbehalten).

Keine der 18 Strecken ist neu im Kalender. Damit finden erneut zwölf GPs in Europa statt (vier davon alleine in Spanien), drei in Asien, zwei in den USA und einer in Australien.

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