Mit aller Routine zum Heimsieg

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An diesem Sonntag in Misano lag etwas in der Luft.

Erstmals ging Valentino Rossi 2014 aus der ersten Startreihe in ein Rennen, im Warm Up hatte er die Bestzeit hingelegt und generell wirkte er noch konzentrierter als sonst.

Im Rennen brannte der Mann mit der Nummer 46 ein Feuerwerk ab, zog Marc Marquez und Jorge Lorenzo den Zahn und feierte unter dem frenetischen Jubel seiner Fans und nur 15 Kilometer von seinem Heimatort Tavullia entfernt den ersten Sieg seit Assen 2013.

Lorenzo blieb nur Rang zwei, Pedrosa wurde Dritter. Marquez stürzte im Duell mit Rossi.

Brisante Startphase

Schon die Startphase war pures Dynamit! Jorge Lorenzo erwischte aus der Pole Position den besten Start und behielt die Führung, Valentino Rossi schnappte sich Andrea Iannone, der von Startplatz zwei gestartet war und auch Marc Marquez ging am Pramac-Piloten vorbei.

Das Spitzentrio mit Lorenzo, Rossi und Marquez legte sofort eine unglaubliche Pace vor und setzte sich von den Verfolgern, angeführt von Andrea Iannone ab.

Bereits da war klar, dass nur einer aus diesem Trio den Grand Prix von San Marino gewinnen würde. In der zweiten Runde wagte Marquez den ersten Angriff auf Rossi, doch der Altmeister konterte wenige Kurven später.

Im folgenden Umlauf dasselbe Bild an denselben Orten: Angriff Marquez, Konter Rossi. In Runde vier ging der Italiener in die Offensive, griff Lorenzo an und übernahm unter dem ohrenbetäubenden Jubel der Tifosi die Führung.
 
Nur wenig später ging auch Marquez an Lorenzo vorbei. Der Mallorquiner, als einziger der Toppiloten auf dem harten Vorderreifen gestartet, konnte die Pace an der Spitze nicht ganz mitgehen.
 
Marquez und Bradl crashen
 
Stefan Bradls Rennen war schon nach acht Runden vorbei. Nach einer guten Startphase, in der er von Startplatz zehn bereits auf Rang acht nach vorne gekommen war, ging er zu Boden und zerstörte seine LCR-Honda.
 
Damit war der Grand Prix für den Zahlinger gelaufen. Es war die fünfte Nullnummer in dieser Saison für ihn. Er blieb aber glücklicherweise unverletzt.

In der zehnten Runde passierte dann das, womit keiner gerechnet hatte. Marc Marquez rutschte direkt hinter Rossi liegend in Kurve neun über das Vorderrad weg und lag auf dem Asphalt.

Der Repsol-Honda-Pilot hatte Schwierigkeiten seine Maschine wieder zu starten und konnte das Rennen erst mit einer Runde Rückstand wieder aufnehmen.

Rossi lässt nichts anbrennen

Rossi lag nun klar in Führung, Lorenzo mit knapp drei Sekunden Rückstand dahinter. Pedrosa hatte die Ducati-Piloten geschnappt und war vor Dovizioso und Iannone Dritter.

Der dritte Misano-Erfolg des Doktors war zum Greifen nahe, die Stimmung am Misano World Circuit Marco Simoncelli kurz vorm Überkochen. Zur Halbzeit des Rennens konnte Lorenzo durch den härteren Vorderreifen aber seinem Teamkollegen erstmals wieder näher kommen.

Nach einigen Umläufen hatte sich der Umstand aber bei über 2,5 Sekunden eingependelt und Lorenzo konnte Rossi nicht mehr fordern. Valentino Rossi feierte seinen 81. Erfolg in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft und seinen ersten Heimsieg seit Misano 2009, Jorge Lorenzo wurde Zweiter.

Dani Pedrosa fuhr Rang drei ein. Andrea Dovizioso wurde als Vierter bester Ducati-Pilot, direkt vor Andrea Iannone. Pol Espargaro gewann als Sechster das Stallduell gegen Bradley Smith, der Siebter wurde. Alvaro Bautista belegte Platz acht Cal Crutchlow und Yonny Hernandez.

Karel Abraham führte als Efter die Open-Hondas an, vor Hiroshi Aoyama und Scott Redding. Alex de Angelis wurde 14. Marc Marquez kam nach seinem Sturz unglaublicherweise noch auf Rang 15.

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