Marc Marquez von der WM-Führung überrascht

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Ein Rennen vor Halbzeit der MotoGP-Saison 2013 übernahm Repsol-Honda-Pilot Marc Marquez mit seinem Sieg am Sachsenring erneut die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft, da seine härtesten Konkurrenten Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo verletzungsbedingt aussetzen mussten.

Dementsprechend überrascht zeigte sich der jüngste MotoGP-Sieger aller Zeiten:

"Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, nach acht Rennen die Weltmeisterschaft anzuführen. Das war natürlich ein besonders wichtiges Rennen. Die Umstände waren sehr speziell, dadurch dass Dani und Jorge verletzt sind. Es war für mich also wichtig möglichst viele Punkte mitzunehmen. Schlussendlich ist es mein zweiter MotoGP-Sieg geworden, was natürlich umso schöner ist."

Marquez war nervös

Dabei musste sich der Rookie auf einen für ihn ungewohnten Rennverlauf einstellen.

"Das Rennen verlief für mich ganz anders als die bisherigen Läufe in dieser Saison. Mein Start war nicht besonders gut, ich habe die Kupplung zu langsam losgelassen. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen nervös war."

"Dann musste ich einige Piloten überholen und zum ersten Mal ganz alleine an der Spitze fahren sowie meinen Vorsprung, zuerst auf Valentino und dann auf Cal, verwalten. Ich habe mich aber sehr gut gefühlt, sogar besser als in Austin, und einen sehr guten Rhythmus gefunden. Es war eine großartige Erfahrung und ich habe dabei sicher eine Menge gelernt, in Zukunft hoffe ich aber, dass wieder mehr Piloten an der Spitze um den Sieg kämpfen werden", gab Marquez nach dem Grand Prix von Deutschland zu Protokoll.

In der Stunde seines Triumphes vergaß er auch nicht auf seine verletzten Konkurrenten: "Gute Besserung an Jorge und Dani von hier. Ich hoffe, dass sie bald wieder fit sind."

Premiere in Laguna Seca

Bereits in sieben Tagen wartet auf die MotoGP-Asse das nächste Rennen in den USA, bei dem die Starts von Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo mehr als fraglich sind.

"Für uns geht es schon in einer Woche nach Laguna Seca. Das wird für mich sicherlich ein sehr schwieriges Wochenende, da ich dort noch nie gefahren bin. Mir wurde gesagt, dass die Strecke zwar wirklich toll ist, aber sehr schwer zu fahren. Ich werde versuchen die Linie und die Strecke schnell zu lernen. Dazu werde ich mir einige Videos ansehen und die Strecke am Donnerstag mit dem Scooter erkunden", erklärte Marquez seinen Plan.

"Vielleicht folge ich aber auch einfach Valentino die ganze Zeit im ersten Training", scherzte er.

Von einer Favoritenrolle in der Weltmeisterschaft möchte der Spanier noch nichts wissen: "Im Moment liegen fünf Piloten innerhalb von 37 Punkten an der Spitze. Das wird sicher noch sehr interessant. Wir müssen konzentriert bleiben und von Rennen zu Rennen blicken. Wie Valentino schon oft gesagt hat, ist es eine sehr lange Situation. Wir werden 100 Prozent geben müssen."

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