Marquez legt keinen großen Wert auf Rekord

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Es ist exakt 45 Jahre her, als Giacomo Agostini zum zweiten Mal in seiner Karriere die ersten zehn Saisonrennen in der 500ccm-Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

Bereits in der Vorsaison 1968 war ihm dieses Kunststück ebenfalls gelungen. Mit seinem Sieg in Indianapolis hat Marc Marquez diesen Rekord eingestellt.

Nun kann er ihn in Brünn überbieten und sich somit ein weiteres Mal in die Geschichtsbücher der Motorrad-Weltmeisterschaft eintragen.

Rekord nicht von großer Bedeutung

Der Überflieger misst dieser Bestmarke aber gar keinen so großen Stellenwert zu.

"Ich bin auf die zehn Siege, die ich bisher eingefahren habe, natürlich sehr stolz. Am Saisonbeginn habe ich es für so schwierig gehalten, zehn Rennen zu gewinnen. Jetzt haben wir gerade einmal die Saisonhalbzeit erreicht und ich habe es schon geschafft", so der Spanier.

"Wenn ich an diesem Wochenende den elften Sieg schaffe, ist das für mich aber nicht von so großer Bedeutung. Im Endeffekt ist das Wichtigste, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Das ist mein Ziel", stellte er im Vorfeld des Tschechien-Grand-Prix klar.

Kein Sieg? Kein Desaster

Dementsprechend gut könne er auch eine Niederlage im Laufe dieser Saison verdauen, beteuerte Marquez: "Ich habe keine Angst davor, zu verlieren. Mir ist klar, dass das früher oder später passieren wird. Der Druck kommt vor allem von der Presse."

"Es sieht ja fast so aus, als wäre es ein Desaster, wenn ich am Sonntag hier nicht gewinne. So ist es aber nicht. Wenn es einmal nicht möglich sein sollte, zu gewinnen, dann muss ich das einsehen, intelligent sein und versuchen, als Zweiter oder Dritter wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaft zu sammeln."

Serien-Ende in Brünn?

Der Repsol-Honda-Pilot möchte auch gar nicht ausschließen, dass seine Serie bereits an diesem Wochenende zu Ende geht. Trotz zweier Siege in den vergangenen beiden Jahren im Grand Prix von Tschechien warnt Marquez vor der Konkurrenz.

"Ich weiß nicht warum, aber ich habe in Brünn jedes Jahr leichte Probleme. Yamaha wird hier mit Sicherheit stark sein. Sie waren schon in Indianapolis näher an uns dran, vor allem Jorge scheint wieder auf seinem Topniveau angekommen zu sein", weiß der Weltmeister.

"Er war auch am Sachsenring und in Assen am Freitag und Samstag schon stark, aber die Rennen waren dann immer chaotisch. Auch Dani ist in guter Form. Valentino, Jorge und er scheinen aktuell auf einem ziemlich ähnlichen Level zu sein. Ich bin aber bereit, gegen sie zu kämpfen und werde versuchen, noch stärker zu sein. Es ist jetzt mit Sicherheit enger als zu Saisonbeginn, also muss ich umso konzentrierter sein."

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