Schrecksekunde für Marc Maruqez in Motegi

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So hatte sich Marc Marquez den Auftakt in das Japan-Wochenende der MotoGP sicher nicht vorgestellt.

Nach wenigen Minuten im ersten Freien Training am Freitag raste er mit 260 Stundenkilometern auf Kurve fünf des Twin Ring Motegi zu und wollte mit seiner Honda RC213V den Bremsvorgang für die scharfe Rechtskurve einleiten.

Doch beim Betätigen des Bremshebel der Schock für Marquez: Keine Bremswirkung! Dabei müssen die MotoGP-Piloten an diesem Wochenende erstmal Carbonscheiben mit 340 Millimetern Durchmessern verwenden, um solche Defekt zu vermeiden.

Ohne Bremswirkung direkt Richtung Mauer

"Es war ein technisches Problem. Am Ausgang der vorhergehenden Kurve hatte ich schon einen heftigen Wackler, deshalb bin ich gar nicht mit vollem Tempo angekommen. Ich habe dennoch früher gebremst, weil ich es irgendwie schon geahnt hatte, aber es war überhaupt keine Bremswirkung vorhanden. Ich habe ein, zwei, drei Mal versucht, ob ich doch noch bremsen kann, aber dann habe ich gesehen, dass es zu spät ist und ich direkt auf die Mauer zusteure. So konnte ich nur noch vom Motorrad springen", lässt der WM-Leader die bangen Sekunden Revue passieren.

Marquez sah aber in seiner gewohnt optimistischen Art schon wieder die guten Seiten des Crashes: "Es ist besser, so etwas passiert im ersten Freien Training als im Rennen."

Auch Pedrosa mit Bremsproblemen

Der Freitag in Motegi lief für Marquez, der an diesem Wochenende die Chance hat, seinen zweiten Weltmeistertitel zu fixieren, aber generell nicht nach Wunsch. Er liegt nach zwei von vier Freien Training nur auf dem sechsten Zwischenrang.

"Heute haben wir uns mehr auf das Setup des Bikes konzentriert, denn ich fühle mich im Moment nicht besonders wohl. Das Gute ist aber, dass das erst der Freitag war und wir so noch den gesamten Samstag vor uns haben, um uns zu verbessern", zieht Marquez auch aus dieser Situation das Positive. Wie sollte es auch anders sein.

Bremsprobleme der anderen Art hatte Dani Pedrosa, der nach dem Freitag Vierter ist, zu beklagen. Er hatte ein ums andere Mal beim Verzögern auf der abschüssigen Geraden vor Kurve elf zu kämpfen.

Pedrosa musste einige wilde Wackler hinnehmen und legte im ersten Training einen sensationellen Stoppie hin.

 
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#StoppieSan @26_danipedrosa pulls a 100m stoppie from 280 km/h to 90 km/h at Turn 11 #JapaneseGP #TwinRingMotegi

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"Das muss ein neuer Stoppie-Rekord sein. Es war richtig lang. Ich war sicher drei bis vier Sekunden bei hoher Geschwindigkeit mit dem Hinterrad in der Luft. Die Mechaniker sollen sich noch ansehen, wie lang es war. Das habe ich ihnen schon gesagt", freute sich der kleine Katalane diebisch über seine spektakuläre Einlage.

Grund dafür war laut Pedrosa das noch fehlende Gefühl für die größeren Bremsscheiben.

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