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Ein Manöver überstrahlt den Pedrosa-Sieg

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Bahnt sich eine neue Rivalität in der MotoGP an?

Marc Marquez hat sich beim dritten WM-Lauf in Jerez Jorge Lorenzo jedenfalls nicht zum Freund gemacht.

Der Honda-Pilot setzte in der Schlusskurve - pikanterweise seit diesem Jahr die "Jorge-Lorenzo-Kurve" - ein hartes Manöver und presste sich mit Feindkontakt an Lorenzo vorbei.

Funkstille im Parc Ferme

Der 20-Jährige durfte über Rang zwei und die WM-Führung jubeln, bei Lorenzo regierte der Ärger. Auf der Auslaufrunde quittierte der Weltmeister die Aktion seines Landsmanns mit einem Kopfschütteln.

Im Parc Ferme verweigerte der Mallorquiner Marquez den Handshake, bei der Siegerehrung wollte der Shootings-Star vergeblich mit Lorenzo anstoßen.

"Habe zwei Fehler gemacht"

"Sorry an Jorge", entschuldigte sich der Honda-Pilot danach. "Das Wichtigste ist, dass wir beide das Rennen beenden konnten."

Der Leidtragende ließ die Bilder für sich sprechen und verkniff sich einen Kommentar: "Ich möchte das gar nicht kommentieren. Ich habe heute mein Bestes gegeben in jeder einzelnen Runde. Leider habe ich zwei Fehler gemacht: Einen beim Start, einen in der letzten Kurve, wo ich die Türe nicht zugemacht habe."

"Normaler Rennzwischenfall"

Yamaha-Teamchef Lin Jarvis will das Ganze ebenfalls nicht aufbauschen: "Es war ein hartes Manöver, aber meiner Meinung nach ein normaler Rennzwischenfall. Jorge hat die Tür zu weit offen gelassen und Marquez hat das zu einer Attacke genützt."

Ähnlich sieht das Sieger Dani Pedrosa: "Ich hatte so etwas mit Jorge auch schon. Beide Fahrer kennen die Risiken, aber das Gute ist, dass niemand gestürzt ist. Solchen Dinge passieren im Rennsport nun mal."

 Rossi als Vorbild?

Marquez schilderte die Aktion aus seiner Sicht: "Ich habe in der letzten Kurve gesehen, dass Jorge die Tür ein bisschen zu weit offen gelassen hatte, also habe ich mein Glück versucht und bin innen hineingestochen."

Er habe viele Videos aus den letzten Rennen angeschaut: "Da habe ich mir einiges abgeschaut."

Vorbild dürfte offensichtlich Valentino Rossi gewesen sein: der Italiener setzte sich 2005 mit einem ähnlichen Manöver gegen Sete Gibernau durch.

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