Lorenzo über Probleme: "Alles lief verkehrt"

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Jorge Lorenzo hatte 2014 einen extrem schwierigen Start in die Saison.

"Mein körperlicher Zustand zu Beginn des Jahres war aufgrund der drei Operationen, die ich im Winter hatte, sehr schlecht und damit fehlte auch das Training vor der Saison. Ich habe später als sonst mit Trainieren begonnen", erklärte der Yamaha-Pilot, der das Hauptproblem für seine schlechten Leistungen zu Saisonbeginn aber am Bike sah.

Eine Abwärtsspiral

"Das Problem mit dem harten Reifen ist, dass wir damit mit unserem Bike guten Kurvenspeed brauchen, um die Nachteile, die wir bei der Beschleunigung, beim Top-Speed oder im Kurveneingang haben, zu kompensieren", schilderte er in einem Interview mit der offiziellen Seite der MotoGP.

"Das Bike war aufgrund der Änderungen, die wir vornehmen mussten, um Sprit zu sparen, sehr instabil. Die Kombination dieser drei Dinge haben mich von Rennsiegen am Ende des letzten Jahres dazu gebracht, in vielen Trainings eine Sekunde zurückzuliegen, schlechte Ergebnisse zu holen und Fehler zu machen."

"Alles lief verkehrt"

"Alles lief verkehrt und diese drei Dinge haben zu einem Teufelskreis geführt, der unsere Leistung beeinflusst hat", fuhr Lorenzo fort.

Der Mallorquiner konnte sein Tief aber überwinden und steht nun - gegen Saisonende - wieder regelmäßig auf dem Treppchen.

"Was Yamaha am Montag nach dem Rennen in Barcelona gebracht hat, waren Teile, die dem Motor dabei halfen, ruhiger zu sein. Sobald wir die Motorleistung beruhigten, konnte ich etwas besser, konstanter und in jeder Runde etwas schneller fahren", begründete er.

Auch in Silverstone sei dem 27-Jährigen und seiner Crew ein großer Schritt gelungen, wo er nur knapp von Marc Marquez im Kampf um den Sieg geschlagen wurde.

"Das war fast ein Wunder, aber wir mussten sehr hart am Setup arbeiten. Ich denke, das war ein Wochenende meiner MotoGP-Karriere, an dem ich mit meinem Team am meisten gearbeitet habe. Selbst im Warm-Up haben wir noch nach Lösungen gesucht und im Rennen konnte ich mit Marc um den Sieg kämpfen. Aber das lag alles an der harten Arbeit, die wir am Bike verrichtet haben. Wenn wir das Motorrad so gelassen hätten wie zuvor, wären wir womöglich weiter hinten, vielleicht auf dem fünften Platz, gelandet."

Keine Zweifel trotz fehlendem Sieg

Noch immer wartet Lorenzo allerdings auf seinen ersten Sieg der Saison.

"Ich habe weder das Potential des Teams, noch meines angezweifelt. Ich wusste, dass unser Problem auf schlechte Umstände zurückzuführen war, aber das bedeutet nicht, dass wir plötzlich Verlierern oder Leuten werden, die ihren Job nicht drauf haben. Das ist vorübergehend und liegt an professionellen und persönlichen Problemen, gemischt mit Pech, Motorradproblemen, Reifenproblemen, Fehler, die ich selbst begangen habe, weil wir die Vorsaison nicht gut genug geplant haben, aufgrund eines mangelnden körperlichen Zustands. Insgesamt war es eine schlechte Phase."

Lorenzo versuchte die ganze Saison, sämtliche Probleme zu verstehen und aus dem Weg zu räumen und versteht, dass jeder Sportler einmal eine schlechte Phase durchleben muss.

"Einige Athleten in einer derartigen Situation fallen einfach weiter nach unten und kommen irgendwann ganz am Boden an, aber glücklicherweise war das bei mir nicht der Fall. Ich denke, dass wir wieder Rennen gewinnen können und darum kämpfen wir jetzt", fügte er hinzu.

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