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Italien trauert um Marco Simoncelli

Italien trauert um seinen Motorrad-Star Marco Simoncelli. Bei allen Sportveranstaltungen des Landes wurde dem am Sonntag im MotoGP-Lauf in Malaysia tödlich verunglückten Rennfahrer gedacht.

Simoncellis Lieblings-Fußballclub AC Milan spielte beim 4:3 (0:3) in Lecce mit Trauerflor. Sein Rennfahrer-Kollege, Landsmann und Freund Valentino Rossi zeigte sich tief schockiert über den Tod des 24-Jährigen in Sepang.

"Er wird mir sehr fehlen"

"Er war für mich wie ein kleiner Bruder. Er wird mir sehr fehlen", twitterte Rossi. Auch Formel-1-Rekordweltmeister und Motorrad-Fan Michael Schumacher drückte seine Anteilnahme aus.

"Durch meinen Ausflug in die Motorradszene weiß ich, dass Marco Simoncelli sehr beliebt war", schrieb der Mercedes-Pilot am Montag auf seiner Homepage.

Autopsie ist abgeschlossen

Simoncellis Leichnam sollte noch am Montagabend mit einem Alitalia-Flug von Malaysia nach Italien überführt werden. Wie die Online-Ausgabe der "Gazzetta dello Sport" am Montag berichtete, ist die Autopsie des tödlich verunglückten Motorradrennfahrers auf Drängen der italienischen Botschaft hin bereits abgeschlossen.

Die genaue Todesursache sei aber noch nicht bekanntgegeben worden. Auch der Auslöser des Unfalls und der exakte Hergang seien noch nicht geklärt. Die Analyse dauere noch an.

Vater und Freundin waren vor Ort

Der ehemalige Motorrad-Weltmeister der Viertelliterklasse war am Sonntag im MotoGP-Lauf in Malaysia in der zweiten Runde gestürzt und vom unmittelbar dahinter fahrenden US-Amerikaner Colin Edwards sowie dem Motorrad des italienischen Superstars Valentino Rossi getroffen worden

Simoncellis Vater Paolo und die Freundin des Piloten, Kate, erlebten das Unglück an der Strecke mit. Unmittelbar nach der schrecklichen Nachricht aus Asien strömten Verwandte und Freunde der Familie am Sonntag zu Simoncellis Haus in Coriano bei Rimini. Italienischen Medienberichten zufolge, sagte Simoncellis Mutter Rosella: "Marco hätte euch nicht weinen sehen wollen."

Medien würdigen "Sic"

Sportler und Funktionäre würdigten Simoncelli als großen Sportler und sympathischen Menschen. Italiens Sportzeitungen widmeten dem Piloten des Gresini-Honda-Teams mehrere Seiten.

Die "Gazzetta dello Sport" verabschiedete sich von dem "Sic" genannten Rennfahrer unter dem Titel "Addio Sic" und druckte ein Bild des Piloten auf seiner Maschine mit der Startnummer 58 über die gesamte Titelseite. Auch der "Corriere dello Sport" würdigte den Motorradstar auf seiner Seite eins in großen Lettern mit dem Titel: "Ciao grande Marco."

Schumacher bedauert Unfall

"Schrecklich, schon wieder vom Tod eines Motorsportlers zu hören", meinte Michael Schumacher. Aber auch im Motorradsport könne man eben nicht jedes Risiko ausschließen, "und es passieren Tragödien, die nicht passieren sollten. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden", erklärte der 42-jährige Deutsche.

Acht Tage vor Simoncellis Tod war IndyCar-Pilot Dan Wheldon bei einem Rennunfall in Las Vegas ums Leben gekommen. Am Sonntagnachmittag (Ortszeit)  hatten in Indianapolis mehrere tausend Menschen im Rahmen einer öffentlichen Trauerfeier dem Briten gedacht.

In der zweistündigen Zeremonie im Conseco Fieldhouse erinnerten unter anderem seine beiden ehemaligen Teamkollegen Dario Franchitti und Tony Kanaan an den 33-jährigen Wheldon, der 2005 und heuer den Klassiker "Indy 500" gewonnen hatte.

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