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Indien will mehr - Motorrad-WM als nächstes Ziel

Nach der erfolgreichen Premiere der Formel 1 in Indien wollen die Organisatoren als nächsten Schritt die MotoGP auf den Subkontinent holen.

Den Beteiligten ist klar, dass mit der Formel 1 kein Geld verdient werden kann - und erst recht nicht mit nur einem großen Rennen pro Jahr. Darum konzentriert man sich in Indien jetzt auf die Zweiräder.

Mit F1 ist nichts zu verdienen

"In der Formel 1 gibt es nicht so viel Raum, um Geld zu machen, ausgenommen die Ticket-Verkäufe", sagte der Sprecher des Buddh International Circuit, Askari Zaidi, der Agentur AFP.

"Aber es gibt andere Rennen, welche wir planen, wie die MotoGP. Und uns haben auch andere Rennorganisationen kontaktiert."

Das Ziel sei es, die Ausgaben von rund 400 Millionen Dollar - 200 für den Bau der Rennstrecke und 200 an Lizenzgebühren, um die Formel 1 zu bekommen - in vier Jahren zu regenerieren.

Nicht an der Preisschraube drehen

Dass in Indien versucht werden wird, an der Preisschraube bei den F1-lern zu drehen, ist nicht zu erwarten.

"Die Organisatoren und Promoter sehen das als Investition und Grund, um das Image zu globalisieren", sagte der Präsident des indischen Motorsport-Verbandes, Vicky Chandhock.

"Sie wollen nicht mit dem Event selbst Geld machen, denn jeder weiß, dass es kein Formel-1-Event gibt, welches Geld abwirft."

Motorrad-Fanbase in Indien

Doch in der MotoGP sind die Lizenzgebühren bei weitem nicht so hoch und die Rennen sind vielerorts rentabel - vielleicht mit Ausnahme von Katar. Indien hat derweil schon eine breite Fanbase im Bereich des Motorradrennsportes.

Viele Stars besuchten das Land und wurden frenetisch gefeiert - darunter Nicky Hayden und Jorge Lorenzo.

Auch am Sonntag sah man, als die Formel 1 eine Schweigeminute für die verunglückten Dan Wheldon und Marco Simoncelli einlegte, viele Banner zu Ehren des italienischen Motorradstars auf der Tribüne.

Gespräche werden aufgenommen

Indien ist bereit für die MotoGP, wie die Organisatoren glauben. Die Feuertaufe der Formel 1 wurde bestanden, jetzt will man die Motorräder im Land.

Sprecher Zaidi sagte, dass für 2012 mit bereits 18 "gebuchten" Rennen zwar nichts mehr möglich sei, man jetzt aber auf jeden Fall die Gespräche mit der Dorna und Carmelo Ezpeleta eröffnen wolle - worüber der Spanier sehr glücklich sein wird, denn er ist seit Jahren auf der Suche nach neuen Austragungsorten und Märkten.

"Wir sind ziemlich hoffnungsvoll, dass das Ding durch geht", rundete Zaidi seine Ausführungen ab.

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