Ducati ortet Problem bei den Reifen

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Valentino Rossi forderte, dass sein Ducati-Team mehr tun muss, um auf die Spitzenfahrer aufzuschließen, obwohl er sich zur letzten Runde in Laguna Seca schon besser fühlte.

Beim US-Grand Prix fuhr er auf der GP11.1 als Sechster über die Ziellinie, lag allerdings 30 Sekunden hinter Rennsieger Casey Stoner.

Er erklärte, dass das Setup in Amerika ein Schritt nach vorne war, gab aber zu bedenken, dass noch viel Arbeit vor ihnen stehe.

"Haben ein Problem mit der Front"

"Wir haben Probleme mit der Front, besonders wenn sich das Motorrad hart neigt, aber wir brauchen größere Modifikation um diese zu lösen: Wir werden sehen, wie lange das dauert", äußerte Rossi in der Gazzetta dello Sport.

"Wenn du den Honda und Yamaha folgst, bemerkst du, dass der Unterschied sehr groß ist: In jeder Kurve können sie schon ein bisschen früher ans Gas gehen, als wir und am Ende jeder Runde wird die Lücke richtig groß."

200 Punkte als Ziel

Der Italiener sagte, dass das Ducati-Team in Laguna ein gutes Setup gefunden hatte, aber noch mehr zu tun sei: "Das Ziel ist schneller zu sein und die Desmosedici für jeden fahrbarer zu machen."

Rossi habe nach Hause gebracht, was möglich war, hoffe aber, bald schneller zu sein. "Wir haben jetzt 108 Punkte, das Ziel in der zweiten Hälfte ist es, das auf 200 Zähler auszubauen."

Teamchef sieht Reifen als Problem

Ducati Teamchef Vittoriano Guareschi erklärte, dass das Verhalten der Bridgestone Reifen in diesem Jahr einen großen Teil der Probleme ausmache.

"Unser Motorrad ist in der Handhabung wie ein Aal, aber es entgleitet der anderen Seite. Die Desmosedici lässt sich nicht einlenken und wenn doch, dann nicht in normalem Stil", sagte Guareshi.

"Die Vorderreifen von Bridgestone funktionieren an unserem Bike anders als bei den anderen Motorräder und unseren Fahrern fehlt das Gefühl", ergänzte er.

"Die Reifen haben sich verändert"

Der Teamchef meinte, er wüsste nicht, was bei Bridgestone getan wurde oder passiert ist: "Aber die Reifen haben sich im Vergleich zu 2010 gewiss geändert: Sie sind härter, das macht es für unser Motorrad schwerer. Wir verstehen einfach nicht, was im Vergleich zu davor anders ist."

"Die Fahrer haben weniger Front-Grip und rutschen in jedem Kurveneingang weg und das scheint immer seltsamer, da Nicky [Hayden] das gleiche Setup wie im letzten Jahr hat. Es passt nicht zusammen, aber die Realität ist, dass unser Bike ohne Vorwarnung seitwärts rutscht."

Abwesenheit von Burgess schmerzte

Guareshi bemerkte zudem, dass alle Ducati-Fahrer bereits stürzten und es keine Vorwarnung gab. Er gab auch zu, dass die GP11.1 die Situation nicht verbessert, sie eher noch verschlechtert.

Er fügte hinzu: "Tatsächlich ist das Problem noch schlimmer. Man hat mehr Probleme die Balance zu finden. Nun ist Jeremy [Burgess] zurück und wir können seine Arbeitsmethode wieder anwenden, die Valentino so viel Erfolg gebracht hat. Wir haben in den beiden Rennen an seiner Abwesenheit gelitten. Nun versuchen wir die zweite Hälfte der Saison besser zu organisieren."

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