Tausendstel-Krimi an Alex Rins

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Dramatischer Zieleinlauf endet mit Sieg für Rins

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In einem unglaublich packenden Vierkampf auf den letzten Metern hatte Alex Rins das beste Ende für sich und gewann sein erstes Saisonrennen vor Alex Marquez, Enea Bastianini und Miguel Oliveira. Die Top-4 trennten nur 123 Tausendstel.

Zur für die Moto3 ungewohnten Startzeit von 15:30 Uhr, die aufgrund der Zeitverschiebung in England und der daher veränderten Rennreihenfolge zustande kam, ging es in Silverstone in der kleinsten Klasse los.

Polesitter Alex Rins kam am besten Weg und behielt die Führung vor Enea Bastianini und seinem Teamkollegen Alex Marquez.

Miller startet gut

Dieser ging bald an Bastianini vorbei und übernahm noch in der ersten Runde die Spitzenposition von seinem Teamkollegen Rins.

Ebenfalls positiv lief der erste Umlauf für Jack Miller, der von Startplatz acht bald bis auf den dritten Rang nach vorne fuhr.

Zusammen mit dem Estrella-Galicia-Duo Rins und Marquez sowie Bastianini bildete er die sich nach einigen Runden formierende, vier Mann starke Spitzengruppe. Dahinter kämpften elf Fahrer in der Verfolgergruppe.

In der sechsten Runde machte der erst 16-jährige Gresini-Pilot Bastianini Ernst, ging an Rins und Marquez vorbei und übernahm die Führung. Wenig später musste er die beiden Teamkollegen aber wieder vorbei lassen.

Unglaublich enges Rennen

Etwas an Boden verlor im selben Umlauf Jack Miller, der einen kleinen Fehler machte und auf Rang sechs zurückfiel. Dafür stießen Alexis Masbou und Miguel Oliveira zur Spitzengruppe. Ständig wurde um die Führung gekämpft, wodurch sich das Feld wieder völlig zusammenschob. Nach acht Runden trennten die ersten 15 nur 2,8 Sekunden.

Es entwickelte sich einmal mehr ein unglaublich enges Moto3-Rennen, wie wir es in dieser Saison schon so oft gesehen hatten. Vier Hersteller und 14 Piloten durften sich bis zur Schlussphase Hoffnungen auf den Sieg machen.

Fünf Runden vor Ende konnten sich mit Bastianini, Rins, Oliveira und Marquez erneut vier Piloten absetzen. Bald hatte dieses Quartett rund zwei Sekunden Vorsprung herausgefahren, während Miller auf dem enttäuschenden zehnten Platz festhing. Noch schlechter lief es für Romano Fenati, der nur 15. war.

Vierkampf um den Sieg

Bastianini kontrollierte das Geschehen an der Spitze. Rins, Marquez und Oliveira saßen ihm aber im Nacken und mit noch drei zu fahrenden Runden übernahm Marquez die Führung.

Wenig später musste er auch Rins passieren lassen. Der junge Italiener ließ sich aber nicht entmutigen und kämpfte sich in der vorletzten Runde zurück auf Platz eins. In der Reihenfolge Bastianini, Marquez, Rins und Oliveira ging es in den letzten Umlauf.

In einem unfassbaren Vierkampf um den Sieg mit unzähligen Positionswechseln auf der letzten Runde hatte am Ende Alex Rins die Nase um elf Tausendstel vorne und verwies Marquez auf den zweiten Platz.

Bastianini wurde mit 0,072 Sekunden Rückstand Dritter und Oliveira musste sich mit Rang vier begnügen, 0,123 Sekunden zurück. Jakub Kornfeil wurde Fünfter vor Jack Miller. Niccollo Antonelli belegte Position sieben vor Alexis Masbou.

Danny Kent kam auf Platz zehn und ließ seinen Husqvarna-Kollegen Niklas Ajo hinter sich. John McPhee wurde Elfter, Karel Hanika Zwölfter. Isaac Vinales sicherte sich Rang 13 vor Juanfran Guevara und Brad Binder. Romano Fenati und Philipp Öttl blieben als 16. und 17. ohne Punkte.

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