Mit vollem Einsatz zum Heimsieg

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Miller: Voller Einsatz und Tipps von Vinales

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In einem Krimi erster Güte sicherte sich der Australier Jack Miller beim Heimrennen auf Phillip Island den Sieg in der hartumkäpften Moto3-Klasse.

Im Foto-Finish triumphierte der WM-Zweite mit lediglich knapp drei Hundertstelsekunden Vorsprung vor seinen beiden großen Titel-Rivalen, dem Estrella-Galicia-Duo Alex Marquez und Alex Rins.

Mit Taktik und Einsatz

Obwohl Miller nur von Rang acht startete und auf seiner KTM gegenüber den beiden Hondas unterlegen schien, sicherte er sich mit schierem Willen, cleverer Taktik und ein wenig Hilfe von außen den Erfolg.

"Ich musste das ganze Rennen über ans Limit gehen, aber vor allem in der letzten Runde war ich bei 120% und bin einmal fast über das Vorderrad weggerutscht. Sie waren auf der Geraden deutlich schneller und ich musste eine andere Linie fahren, um ihren Windschatten zu minimieren. Ich habe mir extra dafür Tipps von Maverick Vinales geholt, der ja im Vorjahr gegen die beiden den Titel gewann. Nun bin ich vor Sepang wieder deutlich besser im Spiel und will dort den Rückstand weiter verkürzen."

Marquez-Fehler wird nicht bestraft

Marquez, der die WM nach wie vor mit 20 Punkten vor Miller anführt und nahezu das gesamte Rennen an der Spitze mitkämpfte, fiel nach einem kleinen Fehler in der viertletzten Runde in der großen Kampfgruppe an der Front gar auf Rang neun zurück.

Binnen eines Umlaufs lag er jedoch wieder an der Spitze und sicherte sich letztlich einen womöglich entscheidenden Podestplatz: "Ich habe mich zum Glück schnell von dem kleinen Fehler erholt und lag gegen Ende wie geplant an der Spitze. Ich hatte ein sehr gutes Bike und habe mir auf der Geraden die besten Chancen ausgerechnet. Leider hat es nicht ganz gereicht aber für die WM war dieser zweite Platz enorm wichtig."

Rins mit Zweck-Optimismus

Teamkollege Rins, der als Dritter bei derzeit 42 Punkten Rückstand in der WM bei noch zwei ausstehenden Rennen nur noch theoretische Chancen auf den Titel besitzt, zeigte sich nach der hauchdünnen Niederlage gegen die Rivalen entsprechend enttäuscht.

"Ich dachte eigentlich, dass ich hier gewinnen kann, denn ich hatte am Ende doppelten Windschatten. Mein Bike war top, aber leider hatte ich bereits das gesamte Rennen über große Probleme in der letzten Kurve, wo ich Runde für Runde zu viel Speed und Zeit verloren habe. So kam ich leider nicht mehr an Jack vorbei und auch noch Alex an mir vorbei. Das Podium ist aber schon noch okay und noch habe ich die WM ja nicht verloren."

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