Dramatisches Finish beim Moto3-Autakt

Aufmacherbild
 

Alexis Masbou holte mit einer strategischen Glanzleistung in einem unglaublich hart umkämpften Grand Prix von Katar den ersten Moto3-Saisonsieg.

Er hielt sich in der bis zum Ende 14 Mann starken Spitzengruppe dezent zurück, schonte seine Reifen und übernahm erst auf den letzten Metern die Führung. Enea Bastianini und Danny Kent standen neben ihm am Podium.

Pole-Setter hält sich zurück

Polesitter Masbou erwischte einen guten Start und konnte seine Führung in Kurve eins verteidigen. Hinter ihm ordneten sich Niccolo Antonelli und John McPhee ein. Für Miguel Oliveira, der als Mitfavorit ins Rennen gegangen war, war der Grand Prix nach einem Sturz in Turn eins schon früh gelaufen.

In den ersten Runden formierte sich an der Spitze wie in der Moto3 üblich eine große Gruppe von rund 15 Fahrern, in der die Positionen ständig wechselten. Zwischenzeitlich sorgte auch bereits der 15-jährige Rookie Fabio Quartararo für Aufsehen, nachdem er die Führung übernommen hatte. Neben ihm sammelten auch Brad Binder, Danny Kent, Efren Vazquez oder Niccolo Antonelli Führungskilometer.

Gegen Halbzeit des Rennens kristallisierte sich schließlich eine 18 Mann starke Spitzengruppe heraus. Hiroki Ono und Livio Loi verabschiedeten sich in der zweiten Rennhälfte bald mit Stürzen aus dem Kampf um die Punkte. Sieben Runden vor Ende konnte sich ein Quintett mit Kent, Bagnaia, Binder, Vazquez und Enea Bastianini etwas absetzen und eine Lücke von mehr als einer Sekunde herausfahren.

Nur zwei Umläufe später wuchs die Gruppe aber schon wieder auf neun Mann an, nachdem Quartararo, Antonelli, Masbou und Jorge Navarro aufgeschlossen hatten. Kurz darauf lagen wieder 14 Fahrer zusammen.

Herzschlag-Finale auf der Zielgeraden

Drei Runden vor Ende ging wieder Quartararo in seinem allerersten Rennen in der Motorrad-Weltmeisterschaft in Führung. Eine Sensation lag in der Luft, doch Enea Bastianini luchste ihm die Spitzenposition bald wieder ab. Der Franzose schlug aber umgehend zurück und ging als Erster in die letzte Runde.

Vazquez, Bagnaia und Antonelli überholten ihn auf Start-Ziel aus dem Windschatten. Vazquez übernahm die Führung und kontrollierte das Tempo an der Spitze, dicht gefolgt von Bastianini und John McPhee.

Bastianini bremste sich an Vazquez vorbei und schob sich auf Platz eins. Der Italiener bog als Führender auf die Start-Ziel-Geraden, doch von hinten kam Polesitter Masbou angeschossen, der das gesamte Rennen unauffällig war, und überholte Bastianini noch um 27 Tausendstel. Der Racing-Team-Germany-Pilot holte somit den Sieg beim Saisonauftakt vor Bastianini, Danny Kent vom Team der Kiefer-Brüder wurde Dritter. Efren Vazquez und John McPhee komplettierten die Top-Five. Isaac Vinales wurde Sechster vor Fabio Quartararo, der eine echte Talentprobe ablieferte.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen