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Cortese gewinnt Abbruch-Rennen

In einem chaotischen und vorzeitigen abgebrochenen 125cc-Rennen auf Phillip Island behielt Sandro Cortese den kühlsten Kopf und konnte damit seinen zweiten GP-Sieg einfahren.

Luis Salom und Johann Zarco kletterten zusammen mit dem Deutschen auf das Podest.

WM-Spitzenreiter Nico Terol musste derweil Schadensbegrenzung betreiben, da er nach einer zu vorsichtigen Anfangsphase von Position 17 noch bis auf Platz sechs nach vorne fuhr und somit nur relativ wenig auf Zarco einbüßte. Sein Vorsprung nach Australien beträgt 25 Punkte.

Ungewissheit vor dem Start

Schon vor dem Start brach das Chaos aus. Wenige Minuten vor Beginn der Aufwärmrunde kam plötzlich Regen und Hektik machte sich breit. Jonas Folger tauchte gleich gar nicht in der Startaufstellung auf, weil sein Motor im Warm-Up kaputtgegangen war.

Derweil herrschte etwas Ratlosigkeit, denn der Regen ließ wieder nach und kam doch wieder, weswegen kaum einer wusste, was er tun sollte. Beim Start setzte die Spitze schließlich auf Slicks, hinten riskierten einige Regenreifen.

Die Regen-Zocker konnten zunächst auch profitieren, so fuhr Adrian Martin - der ganz hinten hatte starten müssen, weil die Umbauarbeiten an seiner Maschine nicht rechtzeitig fertig wurden - an die Spitze, Alexis Masbou mischte auch vorne mit.

Cortese auf Slicks

Doch wirklich stark unterwegs war Cortese, der sich auf Slicks vorne festsetzte und alle anderen Piloten auf Trockenreifen stehen ließ. Er hielt sich auf Platz zwei und nur Martin auf den Regen-Gummis war vor ihm.

Da die Strecke schnell trocknete, wendete sich das Blatt schnell und Cortese konnte in Runde sechs die Führung übernehmen. Ab dem Zeitpunkt rutschten alle Fahrer auf Regenreifen weiter und weiter zurück, Martin musste nach Runde acht sogar an die Box, um seine Reifen wechseln zu lassen - anderen Fahrern ging es nicht anders.

Vazquez attackiert Zarco

Cortese ließ sich derweil vorne nicht beirren und konnte nach einer Findungsphase eine gute Pace gehen, womit er seine Führung nach Hause fuhr und den zweiten GP-Sieg erreichte.

Dahinter ging es einigermaßen dramatisch zu. Denn Zarco fuhr lange vor Salom, doch wenige Runden vor Schluss ging der Spanier vorbei und plötzlich attackierte auch noch Vazquez seinen französischen Teamkollegen, der eigentlich noch um die WM kämpft.

Wie es gemacht wird, zeigte Hector Faubel, der Terol vier Runden vor Schluss freimütig Platz sechs überließ, nachdem der Spanier davor schon zehn Plätze gutgemacht hatte.

Schließlich gab aber auch Vazquez nach und ließ Zarco ziehen, kurz darauf kam der nächste Regenschauer, der zum Rennabbruch führte. Vazquez blieb Platz vier, Alberto Moncayo wurde Fünfter und dahinter folgte Terol, der noch versucht hatte, auch den Spanier vor sich einzuholen.

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