Überlegener Sieg für Zarco in Silverstone

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Nachdem es im Warm-Up geregnet hatte und auch auf die Startaufstellung Nieselregen tropfte, gingen die Moto2-Piloten in Silverstone allesamt auf Regenreifen ins Rennen.

Sam Lowes vergeigte nach seinem Sturz am Morgen den Start und wurde bis auf Platz neun durchgereicht, der noch etwas lädierte Tito Rabat und Johann Zarco kamen gut weg.

Auch Jonas Folger gelang ein hervorragender Start, er konnte in einer aus sechs Fahrern bestehenden Spitzengruppe gut mithalten. Nach wenigen Minuten versiegte der Regen und die Strecke trocknete immer mehr ab, so dass sich die Regenreifen ab Rennmitte aufzulösen begannen.

Zarco verwaltete seine Pneus am besten und konnte sich einen Vorsprung herausfahren, hinter ihm schafften es Rins und Rabat aufs Podium.

Turbulenter Beginn, Reifen bauen ab

Nach turbulenten Anfangsrunden mit zahlreichen Führungswechseln zwischen Rins, Zarco und Rabat mussten die Moto2-Fahrer ab Rennmitte mit immer stärker abbauenden Regenreifen haushalten.

Die ursprünglich aus Zarco, Rins, Rabat, Marquez, Folger und Lüthi bestehende Spitzengruppe zog sich auseinander.

Nachdem die Strecke ab Rennmitte auf der Ideallinie immer mehr abtrocknete, machten sich auch die Crews der Spitzenfahrer zum Reifenwechsel bereit, allerdings kam letztendlich niemand aus der Spitzengruppe tatsächlich an seine Box.

Zarco konnte sich mit einem Zwischenspurt nach vorne absetzen, fuhr kurzzeitig zwei schnellste Rennrunden und nahm der Verfolgergruppe bis zu zwei Sekunden pro Runde ab, trotzdem hielten seine Reifen bis zum Schluss durch und er siegte mit deutlichem Vorsprung.

Folger am Ende Fünfter

Mit abbauenden Reifen hatten Rabat und Rins im Duell um den zweiten Platz massive Probleme und mehrere heftige Slides. Lüthi konnte den Anschluss an die Spitzengruppe nicht halten und wurde sogar noch auf Platz neun hinter Anthony West und Sandro Cortese durchgereicht.

Lowes erholte sich von seinem katastrophalen Start nur langsam und schaffte es mit viel Mühe noch auf Rang sechs. Nach einem Verbremser in der vorletzten Runde konnte Rabat Rins nicht mehr angreifen, aber seinen Teamkollegen Marquez bis ins Ziel hinter sich lassen. Folger kam nicht mehr in Schlagdistanz zu Marquez und fuhr am Ende als Fünfter ins Ziel.

Florian Alt wagte auf dem letzten Platz liegend eine riskante Strategie: Bereits nach vier Runden kam er an die Box und wechselte als Erster im Feld auf Slicks. Im Anschluss kam er immer besser in Fahrt, fuhr mehrmals die schnellste Rennrunde und konnte sich gegen die Spitzengruppe sogar wieder entrunden.

Nachdem auch Simeon auf Slicks schneller wurde, entspann sich zwischen Alt und Simeon ein Fernduell um die schnellste Renrunde, das Alt in der allerletzten Runde für sich entscheiden konnte. In die Punkteränge reichte es bei Alt allerdings trotzdem nicht. Rang 24 stand letztlich zu Buche.

Marcel Schrötter hatte bereits im Warm-Up angedeutet, dass er im nassen Silverstone gut klar kam und fuhr am Ende auf Rang elf, vor Randy Krummenacher und einem nach dem gestrigen Sturz an der Hand angeschlagenen Dominique Aegerter.

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