Mit "Sixpack" auf WM-Kurs

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Marquez nach 6. Saisonsieg auf WM-Kurs

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Es war ein spannender Vierkampf um den Sieg im Moto2-Rennen in Brünn.

Thomas Lüthi, Marc Marquez, Pol Espargaro und Andrea Iannone hatten sich über beinahe die gesamte Renndistanz mehr belauert als bekämpft, bevor es am Ende dann doch noch wild wurde und Marquez sich zum Sieger küren konnte.

Nicht stark gefühlt

Dabei hatte er sich gar nicht so stark gefühlt und sich für das Rennen einiges überlegen müssen.

"Ich wusste vor dem Rennen, dass wir nicht die beste Basis haben. Mir war klar, wenn ich dran bleibe, dann kommt es in der letzten Runde zum Kampf um den Sieg. Schon zu Anfang sah ich, dass der Grip auf der Strecke nicht gut war, als ich Lüthi folgte. Es war etwas rutschig", erzählte er.

Hinter ihm kam Lüthi zu Platz zwei und Espargaro auf Rang drei. Etwas Kontroverse war auch noch dabei, da Espargaro zwischenzeitlich auf Platz vier zurückfallen musste, weil er Iannone einmal unter gelben Flaggen überholt hatte.

Marquez setzt Schlussangriff

Diese Kontroverse klärte sich aber dadurch auf, dass Espargaro eine Kurve nicht erwischte und automatisch hinter Iannone zurückfiel. Zu dem Zeitpunkt waren aber nur noch dreieinhalb Runden übrig und Iannone nicht mehr ganz in der Lage, vorne mitzuhalten.

Daher war für den Spanier Eile geboten, weswegen er möglichst schnell versuchte, Iannone wieder zu überholen.

Beinahe gleichzeitig schnappte sich Marquez vorne die Spitze von Lüthi, der bis dahin jede Runde angeführt hatte. Das war die Horrorvorstellung für Espargaro, immerhin konnte er es sich nicht leisten, noch mehr Boden in der WM auf seinen Landsmann zu verlieren.

Spannung bis zur letzten Kurve

Espargaro ließ sich nicht lumpen und fuhr in der drittletzten Runde die schnellste Rennrunde bis dahin, an Lüthi gab es vorerst aber kein Vorbeikommen.

Zur Beruhigung des Spaniers trug aber bei, dass Marquez dem Schweizer nicht enteilen konnte, sondern sich sogar gegen ihn verteidigen musste. In der Reihenfolge Marquez, Lüthi, Espargaro, Iannone ging es in die letzte Runde.

Da Iannone plötzlich auch wieder Anstalten machte, um die Plätze mitzukämpfen, wurde Espargaro etwas eingebremst, davor war aber auch Lüthi aggressiv unterwegs.
 
Marquez auf WM-Kurs
 
Marquez fand aber die beste Linie durch die letzten Kurven, konnte den Schweizer in Schach halten und jubelte über seinen sechsten Saisonsieg.

"Ich wollte in den letzten drei Runden überholen und dann eine Lücke aufmachen. Ich sah, dass Espargaro einen Platz hergeben musste und griff an."

Das Manöver gelang, nur davonziehen konnte er nicht. Stattdessen gab sein Pitboard eingangs der letzten Runde die Auskunft "+0", er wusste also, er war nicht alleine. "Daher ging ich voll ans Limit und das hat gereicht", sagte Marquez.

Espargaros Rückstand wächst

Espargaro musste derweil zusehen, wie ihm als Dritten wieder Punkte im WM-Kampf abhandenkamen. Neun weitere Zähler verlor er und liegt nun 48 Zähler hinter seinem Landsmann.

Rund zehn Sekunden hinter Iannone tobte ein heißer Kampf um Platz fünf, in dem Simone Corsi sich gegen eine ganze Schar von Konkurrenten durchsetzen musste.

Alex de Angelis wurde knapp hinter ihm Sechster, Johann Zarco Siebter, Bradley Smith Achter und Mika Kallio Neunter.

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