Doppelter Marquez und offene Zukunft

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Marc Marquez musste Frankreich mit null Punkten verlassen, nachdem er bei schwierigen Verhältnissen gestürzt war und das Rennen vorzeitig beendete. In der Gesamtwertung liegt er damit nun einen Punkt hinter dem neuen Spitzenreiter Pol Espargaro.

Beim Heimrennen der beiden Spanier dürfen sich daher alle Race-Fans auf den nächsten Schlagabtausch der beiden Kontrahenten freuen.

Zwei Marquez' in Barcelona

Für Marquez wird das sowieso besondere Rennen, noch ein wenig besonderer, denn sein Bruder Alex startet mit einer Wildcard in der Moto3.

"Es wird ein außergewöhnliches Wochenende für mich, ich starte in Montmelo zusammen mit meinem Bruder. Es ist eines meiner Heimrennen und daher will ich noch mehr als sonst ein gutes Resultat."

"Neustart" der WM

Beim Blick auf die Gesamtwertung stellt der ehrgeizige Spanier fest, dass es sehr eng geworden ist. Mehr als er und sein Team vielleicht dachten, immerhin konnte man vor dem Ausfall zwei Siege und einen zweiten Platz nach Hause fahren.

"Es ist fast ein Neuanfang, wenn man sich den Punktestand ansieht. Wir werden uns konzentrieren, das Rennen ist das Wichtigste. Ich mag die Strecke sehr, letztes Jahr konnte ich auf das Podest fahren und in der 125cc hab ich hier gewonnen. Ich bin bereit und weiß, dass ich das Team und die Fans als Unterstützung habe."

Zukunfts-Planungen laufen

Neben der nahen Zukunft geht es für Marquez derzeit aber vor allem um seine weitere Karriere.

Der Aufstieg in die MotoGP ist vorprogrammiert, 2013 soll der Schritt in die Königsklasse folgen. Durch den Rücktritt von Casey Stoner wäre ein Platz im Honda-Werksteam frei.

Rookie-Regel als Hindernis

Wäre, denn ein direkter Aufstieg in ein Werks-Team wird von der Rookie-Regel untersagt. Demnach müssen Neu-Einsteiger zunächst ein Jahr in einem Kundenteam absolvieren.

Damit sollen diese Teams die Chance auf einen Top-Piloten und zusätzliche Sponsoren erhalten.

Kritik von Stoner

Dabei wäre Marquez für Casey Stoner der Wunsch-Nachfolger: "Marc wäre der perfekte Kandidat für mein Motorrad, aber es gibt diese Rookie-Regel, die meiner Meinung nach falsch ist. Neben vielen Dingen gehört auch das dazu, was nicht in Ordnung ist."

Veranstalter Dorna könnte die Situation mittels Ausnahme-Genehmigung entschärfen. Marquez-Manager Emilio Alzamora ist jedenfalls überzeugt, für seinen Schützling einen Platz zu finden.

Schlupfloch?

"Ich glaube, Carmelo (Ezpeleta, Dorna-Chef) würde sich eine weitere Honda oder Yamaha in der Startaufstellung wünschen. Vielleicht wird es auch offiziell anders heißen."

Durchaus möglich also, dass Marquez in der kommenden Saison auf einem Kunden-Bike sitzt, dass aber inoffiziell Werks-Status erhält.

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