"Ich dachte, es würde mehr Vielfalt geben"

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Obwohl er mit drei Stürzen der ersten drei Rennen in die Saison gestartet ist, konnte Marc Marquez von seinen Fehlern auf dem neuen Bike lernen und verzeichnet nun einen beachtenswerten Aufwärtstrend. Mit den vier Siegen und einen zweiten Platz, die er bisher feiern konnte, steht er zur Hälfte seiner Rookie-Saison nun auf dem zweiten Meisterschaftsrang.

Frage: Hast du nach den großartigen vorsaisonalen Test erwartet, dass deine Moto2-Weltmeisterschaft so startet?

Marc Marquez: "Meine Umstellung vor der Saison war besser als erwartet. Zu Beginn der Meisterschaft hatten wir nicht erwartet, das Niveau der Tests zu halten, aber ich habe dennoch keine drei Stürze erwartet. Das Positive daran ist, dass wir im Kampf um die erste Position stürzten. Wir wussten, dass wir früher oder später bei guten Ergebnissen ankommen, denn wir haben gut gearbeitet und waren auf einem guten Niveau. Wir brauchten nur ein Wochenende, wo es so klappte, wie wir es uns vorgenommen hatten, ohne Sturz und wir würden ein gutes Ergebnis holen."

Frage: Wie hast du reagiert, als du nach den ersten drei Rennen unter den Schnellsten der Kategorie warst, aber null Punkte hattest?

Marc Marquez: "Es war natürlich ein bisschen schwierig und wir brauchten Zeit, aber mit der Hilfe des Teams, die mich beruhigt haben, war alles leichter. Wir wussten, dass es unsere erste Saison war, dass wir lernen mussten und die Fehler notieren mussten, um sie in der Zukunft zu vermeiden. Das haben wir getan und deshalb begannen wir gute Ergebnisse zu holen."

Frage: Hast du in der Moto2 aus den Stürzen gelernt?

Marc Marquez: "Es gibt verschiedene Wege in dieser Kategorie zu lernen und ich habe vom Stürzen gelernt. Auf diesem Wege lernst du mehr und schneller."

Frage: Seit Frankreich hast du vier Siege und eine zweite Position aus fünf Rennen. Was hat sich geändert? Was hast du gelernt, um eine so spektakuläre Änderung hervorzurufen?

Marc Marquez: "Was sich geändert hat ist, dass ich mehr Kilometer zurückgelegt hatte, ich kannte die Reaktionen meines Motorrads besser, ich fühlte mich viel wohler darauf und ich begann Spaß zu haben. Zudem kennen wir uns innerhalb des Teams besser, Santi [Hernandez] und ich kennen uns viel besser und wir verstehen einander besser. Wir haben mehr Erfahrung zusammen und das hilft uns, ein Team zu bilden, mit dem wir die Ergebnisse holen können, die wir wollen."

Frage: Was ist in der Moto2 wichtiger: ein gutes Renntempo oder eine gute Startposition zu haben?

Marc Marquez: "Alles ist wichtig. Ein gutes Tempo zu erreichen, denn alle Rennen sind lang und können sich vom Anfang bis zum Ende verändern, aber es ist auch wichtig, eine gute Startposition zu bekommen. In der Qualifikation gibt es viele Fahrer und du kannst Zehnter oder Fünfzehnter sein, ohne es zu bemerken. Das zwingt dich dazu, dich im Rennen zusätzlich anzustrengen, wenn du an die ersten Positionen herankommen willst."

Frage: Eines der Hauptmerkmale der Moto2 ist, dass e seine sehr enge Klasse ist, aber in dieser Saison haben nur zwei Fahrer den Großteil der Rennen gewinnen können: Bradl und du, abgesehen von Iannone, der einmal gewinnen konnte. Hat dich das überrascht? Erwartest du irgendeinen anderen Fahrer, der dauerhaft auf euer Niveau kommen kann?

Marc Marquez: "Die Wahrheit ist, ich bin überrascht, ich dachte, es würde mehr Vielfalt geben, aber Bradl zeigt eine großartige Konstanz mit der er verdient an der Spitze ist. Wir müssen geduldig sein und Schritt für Schritt vorgehen. Es ist unser erstes Jahr hier und mit so vielen hochkarätigen Fahrern rundherum ist es wichtig ruhig zu bleiben. Ich denke, dass die Sieger in der zweiten Hälfte der Saison vielfältiger sein werden. Da gibt es einige Fahrer, die uns jeden Moment überraschen könnten: Unter anderen Lüthi, De Angelis, Takahashi, Iannone, Aleix Espargaro oder Julian Simon."

Frage: Wie würdest du die erste Saisonhälfte zusammenfassen und was planst du im zweiten Teil?

Marc Marquez: "Es ist sehr positiv. Ich denke, wir müssen uns mehr auf den letzten Teil als auf die erste Hälfte der Meisterschaft konzentrieren, denn wir haben ein gutes Niveau erreicht und einige Siege geschafft. Ich bin sehr glücklich. Die Nuller zu Beginn der Saison haben jetzt auch ihre Bedeutung, aber es ist das erste Jahr, wir müssen sie akzeptieren und aus unseren Fehlern lernen, was wir bisher auch gezeigt haben."

Frage: Hast du in der Sommerpause irgendetwas vor?

Marc Marquez: "Ausruhen und mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen sein. Ich will versuchen abzuschalten, aber ich werde auch trainieren, um in Bestform nach Brünn zu kommen."

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