Zweite Stunde: Die beginnt für Audi mit dem nächsten Rückschlag. Andre Lotterer rutscht ins Kiesbett und verliert in der Folge viel Zeit. Toyota mit einer Doppelführung #8 vor #7. Dass Wurz die Führung verliert, liegt auch an falscher Reifenwahl: Man spekuliert mit stärkem Regen, zieht Intermediates auf und hat auf der wieder auftrocknenden Strecke die falschen Reifen. "Leider lagen wir falsch und hatten deswegen nicht gerade die geeigneten Reifen", kommentiert Wurz. Zu einem Dreher, den er hatte, meint er: "Da ist mir das Talent ausgegangen". Sein Kollege Kazuki Nakajima hat eine Schrecksekunde, als er sich bei einer Überrundung von der Strecke dreht, aber das Rennen fortsetzen kann.

Dritte Stunde: Porsche gibt den Ausfall von #14 bekannt. Das zweite Auto #20 mit Bernhard, Hartley und Webber liegt auf Rang 3, allerdings mit deutlichem Rückstand auf die beiden Toyotas.

Stand zur Halbzeit:
1. Toyota #8 - Davidson/Hartley/Buemi
2. Toyota #7 - Wurz/Sarrazin/Nakajima
3. Porsche #20 - Bernhard/Webber/Hartley

Vierte Stunde: Die prägt wieder Audi, allerdings unfreiwillig.  Benoit Treluyer schlägt in Copse Corner hart ein. Der Le-Mans-Sieger versucht verzweifelt, sein Auto irgendwie an die Box zu retten, aber vergeblich. Damit ist auch der zweite Audi aus dem Rennen. Die Folge des Crashes ist eine Saftey-Car-Phase, die letztlich rennentscheidend sein wird. Stephane Sarrazin (#7) verliert durch seinen Boxenstopp, den er unmittelbar vor der Safety-Car-Phase hat, eine Runde auf die Teamkollegen. Nicolas Lapierre stoppt am Ende der neutralisierten Phase und hält damit den klaren Vorsprung. Mark Webber gibt sein Renn-Debüt in der WEC, übernimmt den Porsche #20 von Brendon Hartley auf Rang 3.

Fünfte Stunde: Nach einem Boxenstopp fällt Toyota #7 hinter den Porsche #20 von Mark Webber zurück, allerdings nur kurz, denn der Australier muss auch stoppen. Vorne weg fährt Sarrazin im Toyota #8 mit einer Runde Vorsprung. Audi packt bereits zusammen und blickt in die Zukunft: Das Team verlautbart auf Facebook, dass es ein Wettlauf gegen die Zeit wird, die Autos für den nächsten Lauf in Spa wieder aufzubauen. Treluyer kommentiert seinen Crash: "Es war ein sehr überraschender Moment. Ich weiß nicht, was passiert ist, das müssen wir untersuchen, damit es nicht mehr passiert. Das Auto war sehr gut, ich bin kein großes Risiko gegangen und wollte das Rennen beenden." Gegen Ende der fünften Stunde setzt starker Regen ein. Während Toyota #7 sofort auf Regenreifen wechselt, versucht Webber im Porsche #20 auf Slicks draußen zu bleiben. Diesen Versuch gibt er nach einer Runde im Nassen auf. Bei Toyota #7 übernimmt Nakajima für die Endphase - im Kampf um Platz zwei hat er 57 Sekunden Vorsprung auf Porsche.

Sechste Stunde: 40 Minuten vor Schluss wird der Regen noch stärker, die Renn-Leitung schickt daher das Safety-Car raus. Die richtige Entscheidung, wie sich herausstellt: Selbst im gedrosseltem Tempo rutschen die Autos reihenweise von der Strecke. Nach einer knappen Viertelstunde hat man ein Einsehen, dass hier wohl kein Ende unter grüner Flagge möglich ist - es wird abgebrochen. Das Endergebnis steht somit fest!

Endstand:
1. Toyota #8 - Davidson/Hartley/Buemi
2. Toyota #7 - Wurz/Sarrazin/Nakajima
3. Porsche #20 - Bernhard/Webber/Hartley

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