Im dritten Versuch will Toyota den ersten Le-Mans-Sieg

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Die Vorbereitungen auf das Langstrecken-Highlight der Saison, die 24 Stunden von Le Mans (14.-15. Juni), befinden sich in der heißen Phase. Am vergangenen Wochenende wurden auf der 13,6 Kilometer langen Strecke die ersten offiziellen Testfahrten abgehalten.

Besonders Toyota, das Team von Alexander Wurz, blickt mit Vorfreude auf den Klassiker. 2013 konnte man den zuvor dominanten Audis Paroli bieten und einen Doppelsieg der Ingolstädter verhindern. Auch das zweite Auto, pilotiert unter anderem vom Niederösterreicher, fuhr mit Platz vier ein akzeptables Resultat ein.

Im dritten Jahr nach dem Wiedereinstieg in die LMP1 soll nun endlich der erste volle Erfolg gelingen.

Eindrucksvoller Start in die Saison

Der Saisonauftakt zur World Endurance Championship verlief für die Japaner jedenfalls verheißungsvoll. Durch zwei Siege und die zwei weiteren Podestplatzierungen in den ersten beiden Rennen von Silverstone und Spa-Francorchamps besitzt Toyota in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft bereits einen 48-Punkte-Vorsprung auf Porsche.

Am Testtag in Le Mans konnte man die Favoritenstellung unterstreichen. Beide Toyota-Boliden lagen an der Spitze des Klassements.

Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, mit denen man dem Ernstfall entgegenblickt.

Wurz hat hohe Ziele

„Ich kann das Rennwochenende kaum erwarten“, zeigt Alexander Wurz seine Vorfreude. „Le Mans ist mit keiner anderen Strecke vergleichbar. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist extrem hoch und es gibt keine echten Auslaufzonen. Ich erwarte ein hartes Rennen, das sind die 24 Stunden immer, aber ich habe auch hohe Erwartungen.“

Seine Ziele hat sich der Niederösterreicher hoch gesteckt: „Wenn ich auf dem Podium bin, will ich auch auf die höchste Stufe. Aber Le Mans ist unberechenbar, also müssen wir unseren Job in jedem Schritt sauber machen und kämpfen.“

Wie im Vorjahr, als Wurz das Podium knapp verpasste, wird er sich mit dem Japaner Kazuki Nakajima das Auto mit der Nummer sieben teilen. Beim dritten Fahrer gibt es einen Tausch mit dem Schwesterauto: Stephane Sarrazin, der 2013 den Toyota mit Nummer acht auf den zweiten Platz pilotierte, tauscht mit seinem Landsmann Nicolas Lapierre die Cockpits. Komplettiert wird das Trio im zweiten Fahrzeug von Anthony Davidson (GBR) und Sebastien Buemi (SUI).

Der Elektromotor im T040 treibt die Vorderräder an

Technik auf Le Mans ausgerichtet

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde an der Technik des T040 gefeilt. Der Benzinverbrauch konnte im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent verringert werden, und der neue Antriebsstrang bringt in der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor gute 1.000 PS auf die Straße.

„Unser Hybridsystem ist darauf ausgerichtet, in Le Mans am effizientesten zu sein. Wir wissen aus dem Vorjahr, was das für einen Unterschied in den Rundenzeiten ausmacht. Mit den harten Anbremswegen auf die Schikanen können wir sechs Megajoule Energie speichern. Auch die Benzineffizienz ist hier ein großes Thema, und wir werden unser Hybridsystem sorgsam einsetzen, um auch hier die optimale Performance sicherzustellen“, verrät Teammanager Hisatake Murata.

Etwas vorsichtiger gibt sich Toyotas technischer Direktor, Pascal Vasselon: „Wir sind besser vorbereitet als 2012 und 2013, aber es ist trotzdem schwer, zuversichtlich zu sein. Viele Faktoren sind außerhalb unseres Einflusses, außerdem hat die Konkurrenz nach den ersten beiden Rennen nicht geschlafen. Le Mans ist sehr eigen und wir müssen uns entsprechend darauf vorbereiten.“

Die bisherigen Ergebnisse versprechen jedenfalls, dass sich jeder im Team dessen bewusst ist.

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