Audi-Triumph in Spa - Wurz nur Zuschauer

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Podiums-Sweep für Audi!

Die Ingolstädter gewinnen in Spa-Francorchamps auch das zweite Saison-Duell mit Toyota klar.

Die Titelverteidiger Lotterer, Fässler und Treluyer führen im zweiten Lauf der FIA WEC einen Audi-Dreifachsieg an.

Für Toyota endet das Rennen enttäuschend. Wurz, Nakajima und Lapierre müssen ihr Auto nach technischem Defekt abstellen, das Zweier-Auto landet mit einer Runde Rückstand auf Rang vier.

Spannende Anfangsphase

Das nackte Ergebnis lässt auf Dominanz von Audi schließen. So klar verläuft das Rennen aber bei weitem nicht. Lotterer verpatzt die Startkurve und fällt von der Pole Position auf Rang fünf zurück. Die beiden Toyotas können sich gegenüber dem Qualifying deutlich steigern und halten lange Zeit dagegen.

Nicolas Lapierre führt beim Debüt des überarbeiteten TS030 das Feld zwischenzeitlich an. Bis zur Halbzeit des Rennens ist der 7er-Toyota zumindest auf Podestkurs.

Toyota vom Hybrid-System gestoppt

Allerdings muss Kazuki Nakajima nach dreieinhalb Stunden außerplanmäßig die Box ansteuern. Ein Problem mit dem Hybrid-System sorgt für überhitzte Bremsen. Das Auto wird in die Garage geschoben, nach etwa einer halben Stunde gehen dann die Rollbalken runter. Alexander Wurz erlebt damit unfreiwillig einen rennfreien Samstag, der Niederösterreicher kommt nicht zum Einsatz.

"Das ist natürlich frustrierend, nachdem wir im Rennen tatächlich besser waren, als wir es nach den Trainings gedacht hatten", so Lapierre. "Wir müssen nach vorne blicken, in Le Mans zählt es richtig."

Dem Saison-Highlight blickt er doch mit Optimismus entgegen: "Audi ist ein bisschen schneller, aber dieses Rennen macht uns auch Mut. Wir sind um den Sieg mitgefahren, das ist sieben Wochen vor Le Mans erfreulich."

Audi fährt Dreifachsieg sicher nach Hause

Nach dem Ausfall des schnelleren Toyotas ist der Weg frei für Audi. Fässler, Lotterer und Treluyer beweisen nach einem frühen Reifenschaden Kampfgeist, sind in der Folge das schnellste Auto am Kurs und setzen sich schließlich nach 168 Runden vor den Marken-Kollegen Kristensen, McNish, Duval und Gene, di Grassi, Jarvis durch. Letztere sind in einer speziell für die 24 Stunden von Le Mans abgestimmten Langheck-Version des R18 unterwegs.

"Fantastisch. Was für ein Rennen", jubelt Lotterer. "Die Startphase lief nicht gut, aber das Auto war gut, wir konnten richtig Druck machen und erstklassige Zeiten fahren. Nach dem Reifenschaden haben wir hart gepusht und gewonnen."

Toyota letztlich ohne Chance

Das zweite Toyota-Trio Buemi, Davidson und Sarrazin kann mit Fortdauer des Rennens das Tempo nicht halten. Der 8er-Toyota landet trotz eines Boxenstopps weniger mit einer Runde Rückstand auf Rang vier.

"Die kühleren Temperaturen am Ende des Rennens haben uns etwas geholfen. Vor allem haben die Reifen dann besser gehalten. Wir sind nur leider auf den Geraden sehr langsam gewesen, da war es im dichten Verkehr nicht einfach", so Anthony Davidson. "Gut, es war das Auto aus dem Vorjahr. Mit dem Neuen sollte es besser sein."

In den Genuss des neuen TS030 wird Davidson erst beim Saison-Höhepunkt in Le Mans kommen. Bis dahin hat Toyota noch einige Hausaufgaben zu erfüllen. Zum einen mangelte es im Qualifying an Speed, zum anderen gilt es, die Standfestigkeit zu erhöhen.

Keine Erfolgserlebnisse für Österreicher

In der LMP2-Klasse setzen sich Kaffer, Minassian und Perez Comapanc in einem Oreca Nissan durch. Dominik Kraihamer sammelt mit seinen Kollegen Holzer und Charouz im zweiten Rennen des neuen Lotus wichtige Erfahrungen, kommt aber nicht über Rang sieben hinaus.

Auch für den dritten Österreicher im Rennen gibt es keinen Grund zur Freude: Richard Lietz landet gemeinsam mit Dumas und Lieb im Porsche 911 in der GTE Pro auf Rang fünf.

Den Klassensieg sichern sich Bruni und Fisichella in einem Ferrari F458. Und das trotz zweier Strafen. "Das hat natürlich geholfen", kommentiert der Ex-F1-Fahrer.

Offen bleibt, wer im Vorfeld von Le Mans die tatsächliche Leistungsfähigkeit seines Autos ausspielte...

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