Offener Schlagabtausch

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Toyota hält mit - aber Audis geben Tempo vor

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Der erste echte Schlagabtausch zwischen Audi und Toyota bei den "24 Stunden von Le Mans" sorgt doch für eine Überraschung.

Toyota kann bei der Rückkehr zum Langstrecken-Klassiker das Tempo der Audis im ersten Qualifying mitgehen.

Vorjahressieger Andre Lotterer führt zwar ein Audi-Trio an der Spitze an, Toyota bringt seinen Boliden mit Startnummer 7 aber vorerst auf Rang vier.

Wurz: "Haben unsere Ziele erreicht“

"Es ist erst der erste Tag, da ist es schwer, Rückschlüsse zu ziehen“, hält Alex Wurz den Ball weiter flach. "Das freie Training ist für uns gut gelaufen – auch das Qualifying."

Die schnellste Zeit im Wurz-Auto erzielt Nicolas Lapierre, dem letztlich 1,783 Sekunden auf die Bestzeit fehlen.

Wurz muss seine Trainingsfahrt früher abbrechen, als geplant: "Ich hatte eine System-Störung, aber das ist keine große Sache. Grundsätzlich haben wir unsere gesteckten Ziele erreicht."

Liebäugeln mit der Pole

Toyotas Technikchef Pascal Vasselon liebäugelt durchaus auch mit der Pole Position. Es wäre ein Prestigeerfolg für die Japaner.

Allerdings steht für die Toyota-Crew aufgrund des verspäteten Saisoneinstiegs viel Arbeit am Programm. Das weiß auch Vasselon. Daher gehe es nicht um jeden Preis um die Pole Position, die Zeitenjagd dürfe nicht von der restlichen Arbeit ablenken.

"Noch eine Lücke"

Für Nicolas Lapierre passte die Situation im ersten Qualifying. "Wir haben uns entschieden zu pushen, als noch etwas Tageslicht auf der Strecke war. Wir haben eine ganz gute Runde hinbekommen, auch wenn ich ein bisschen Verkehr im letzten Sektor hatte und einen kleinen Fehler machte."

Alex Wurz sieht jedenfalls noch Potential: "Es ist schon eine Lücke zu den schnellsten Autos. Aber für das erste Mal in Le Mans bin ich bisher soweit glücklich."

"Platzhirsch“ Audi gibt das Tempo vor

Das Tempo geben die "Platzhirschen“ von Audi vor. Allen voran Andre Lotterer.

Der Vorjahressieger schnappt sich im letzten Umlauf kurz nach Mitternacht die vorläufige Pole Position. Lotterer distanziert Rekordsieger Tom Kristensen um 1,083 Sekunden.

Audis Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich ist mit dem ersten "sehr produktiven" Tag zufrieden:

"Für die ungewöhnlich kühlen Temperaturen in der Nachtsession eine gute Atsimmung zu finden, war nicht einfach. Am Ende ist es uns mit neuen Reifen ganz gut gelungen."

Im Kampf um die Pole Position erwartet Ullrich eine weitere Steigerung: "Ich denke, dass morgen noch schnellere Zeiten gefahren werden.“

Zeitenjagd nicht wichtig

Bei Audi steht die Zeitenjagd allerdings nicht ganz oben: "Denn die Pole Position ist in Le Mans für den Rennausgang nicht von entscheidender Bedeutung.“

Für Toyota wäre es allerdings ein Prestigeerfolg beim Comeback.

Und ein Sieg über Audi, der im Rennen angesichts der mangelnden Erfahrung in diesem Jahr noch außer Reichweite liegt.

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