Fehlerloser Hamilton holt sich erste Monaco-Pole

Aufmacherbild
 

Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton hat sich erstmals in Monaco die beste Startposition erkämpft.

Der britische WM-Spitzenreiter holte die gerade auf dem engen Stadtkurs im Fürstentum so wichtige Pole Position vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg. Der Sieger der vergangenen zwei Jahre lag 0,342 Sekunden zurück.

In den vergangenen elf Jahren hat in Monte Carlo zehn Mal der Fahrer vom besten Startplatz gewonnen. Hamilton hatte bei seinem Sieg 2008 für die einzige Ausnahme gesorgt.

Wolff: "Eine Superrunde!"

Am Sonntag (14.00 Uhr) greift der Engländer im sechsten Saisonlauf nach seinem fünften Sieg. Zuletzt in Barcelona hatte Rosberg triumphiert.

Für Hamilton war es die 43. Pole Position der Karriere und die fünfte der Saison. Die Bestzeit an der Cote d'Azur hatte für ihn aber besondere Bedeutung.

"Es hat lange gedauert. Man kann fast nicht beschreiben, wie glücklich ich bin. Ich habe hart dafür gearbeitet", erklärte der 30-Jährige und bedankte sich bei seinen Ingenieuren.

"Eine Superrunde von Lewis, als es darauf angekommen ist", lobte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, "Nico hat sich in der letzten Runde verbremst."

Rosberg ärgert sich über "Kleinigkeiten"

Der in Monaco lebende Rosberg, der dort zuletzt zweimal aus der Pole zum Sieg gerast war, musste nach zwei Bestzeiten (Q1 und Q2) in der dritten Phase (Q3) seinem Teamkollegen den Vortritt lassen.

"Ich habe alles versucht, aber Kleinigkeiten haben nicht gepasst. Ich musste ans Limit gehen und war dann etwas darüber", meinte der 29-jährige Deutsche.

Die verpasste "Pole" schmerzte ihn. "Der zweite Platz ist hier etwas ernüchternd. Aber ich werde den Druck aufrechterhalten."

Ex-Champion Sebastian Vettel, einer von sechs Monaco-Siegern im 62. Rennen an der Cote d'Azur, pilotierte seinen Ferrari auf Rang drei (0,751 zurück).

Marko: "Vom Chassis her sind wir top"

"Wir haben das Beste aus diesem Tag gemacht. Es war zu kühl, wir hatten Probleme, die Reifen auf Temperatur zu bringen", meinte der vierfache Weltmeister.

Die Red-Bull-Piloten stellten das bisher beste Abschneiden der Saison ein. Wie in Malaysia landeten Daniel Ricciardo (AUS/+0,943) und Daniil Kwjat (RUS/+1,084) auf den Plätzen vier und fünf. Motorsportdirektor Helmut Marko war vorerst zufrieden.

"Das zeigt, dass wir von Chassis her top sind. Der Motor war haltbar, wir konnten viele Runden fahren. Künftig muss er aggressiver werden", meinte der Steirer. Eine Taktik wollte er noch nicht preisgeben. "Erst müssen wir schauen, wie wir den Start überleben."

Perez überrascht

Der zweifache Monaco-Sieger Fernando Alonso schied im McLaren wegen Problemen im Q2 aus und muss aus der 7. Reihe starten.

In dieser Phase musste auch Jenson Button (11.) passen, gelbe Flaggen bremsten den Ex-Champion auf seiner schnellen Runde.

Dafür überraschte der Mexikaner Sergio Perez im Force India. Als Siebenter klassierte er sich vor den Toro Rosso von Carlos Sainz jun. (8.) und Max Verstappen (10.).

Dem 17-jährigen Niederländer gelang damit ein famoses Formel-Debüt in dem prestigeträchtigen Grand-Prix.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen